Woran erkannt man dass Rotweine oxidiert sind?

Wein ist ein Lebensmittel, welches lange haltbar ist, besonders Rotwein hat diese Eigenschaft, aber irgendwann sollte man den Wein trinken, dann sonst steht kein Geschmackserlebnis mehr bevor!

Woran erkennen Sie, dass ein Rotwein über die Zeit ist? Immer wieder kommen Kunden mit Weinflaschen die Sie bei den Eltern, Großeltern oder in einem Keller gefunden haben, mit der Hoffnung einen Schatz in den Händen zu halten. Die Enttäuschung ist beim öffnen oft gross, wenn …

– Wenn Sie die Flasche öffnen und sehen dass der Korken durchnässt ist, dann haben Sie ein wichtiges Indiz für eine bevorstehende natürliche Oxidation.

– Im englischen Premature oxidation,  bei uns vorzeitige Oxidation kann man geschmacklich daran erkennen, dass in Rotweinen aromatische Noten, wie Pflaume, Kompott oder getrocknete Feigen gehäuft vorkommen.

– Der Wein wird auch sehr stark an Farbe verlieren und Richtung Orange tendieren.

Dieser Alterungsprozess oder das vorzeitige Altern kann bei allen Weinen passieren, egal ob Sie aus dem Bordeaux, der Toskana, dem Rioja oder aus Übersee kommen.  Langlebige Rotwein haben das Risiko der „vorzeitigen“ Oxidation. Im Unterschied zu Weißwein haben Rotweine einen größeren natürlichen Schutz gegen vorzeitige Oxidation, da die im Rotwein enthaltene Tannine und Phenole den Sauerstoff zurückhalten.

In einem Artikel der Universität von Bordeaux veröffentliche Prof. Dubourdieu eine Studie die von zwei spezifische Moleküle ausgehen, die für das Pflaumenaroma und für das Kompottaroma verantwortlich sind. Der Professor stellte fest, dass beim Vorhandensein dieser Moleküle  das Eindringen von Sauerstoff in den Wein begünstigt wird.

Was nicht verwunderte war die Tatsache, dass die merlotlastigen rechte Seite des Bordeaux davon mehr betroffen ist, als die linke Seite der Garonne, da diese Weine ja auch früher trinkreif sind.

Weitere Faktoren sind zwar bekannt, können aber von Weingenießer nicht beeinflusst werden, wie der Reifezustand der Trauben, die Weinbereitung in neuen Eichenfässern oder der Einsatz von zu wenig Schwefeldioxid. So ist es schon so manchen Winzer im Eifer des Gefechts statt einer Qualitätsverbesserung eine Qualitätsverschlechterung gelungen. Es ist wie bei einem Medikament in kleinen Mengen kann das gesundheitsfördernd sein in großen Mengen gesundheitsschädlich.

Wenn Sie ihre Schätze lange lagern möchten, dann gibt es wichtige Faktoren für die Lagerfähigkeit von Weinen u.a.  ist es die korrekte Lagerung. Ich habe Ihnen hier ein paar Tipps zusammengestellt: 

Ihr Cru.de Weinfreund

Michael Landrock