Sinn und Unsinn von Weinkritikern und deren Bewertungen

Oft wird ein Wein nur durch seine erreichten Punkte in verschiedenen Weinbewertungsystemen als besonderen Wein hervor gehoben. So gibt es ein Vielzahl von Weinkritikern oder Organe die anderen Weingenießern sagen, der Wein ist gut und er ist noch besser.

Hier eine kleine Auswahl:

  • Weinwisser
  • Falstaff
  • Gambero Rosso
  • I Vini di Veronelli
  • I Vini d’Italia
  • SlowWine
  • Gault & Millau
  • Guía Peñín
  • Decanter
  • Der kleine Johnson
  • Jancis Robinson
  • Platter’s South African Wine Guide
  • Robert Parker (The Wine Advocate)
  • James Suckling
  • Stephen Tanzer’s International Wine Cellar
  • Wine Enthusiast Magazine
  • Wine Spectator
  • Eichelmann Deutschlands Weine

So haben Kollegen von mir ebenfalls begonnen, ihre Weinkritiken in ein Punktesystem zu fassen und ihre subjektiven Sinneseindrücke als Verkaufsargumente anzupreisen.

Aber halt, ist der Wein nicht ein Thema, welches sich durch Geschmack auszeichnen sollte?

Wissen Sie eigentlich was es heisst, wenn der Wein 90 Punkt von Herrn X bekommen hat? Manchmal kommt mir das vor, wie bei den Sternen, die bei Crashtests bei Automobilen vergeben werden.

Fachhandel vs. Lebensmitteleinzelhandel

Ein unbestrittener Vorteil des Weinfachhandels ist die Kompetenz seiner Mitarbeiter. Der Lebenmitteleinzelhandel (LEH) oder der Discounter haben in der Regel keine Mitarbeiter, die über eine nennenswerte Weinkompetenz verfügen. Sicher gibt es die eine oder andere Ausnahme. Würden Sie auf die Idee kommen, die Frau an der Kasse über mehr als den Preis des Weines fragen?

Der Onlinehandel lebt von Auszeichnungen, die dort inflationär eingesetzt werden, oft auch irreführend, so dass man meint, man trinke den hoch bewerteten Wein, in Wirklichkeit aber eben den mässigen Nachfolgejahrgang.

Haben Sie im Originalbuch des Kritikers schon mal einen Wein nachgeschlagen, oder verlassen Sie sich blind auf die angegebenen Auszeichnungen?

Geschäftsmodelle im Wandel:

Robert Parker einer der bekannten in der Weinszene kam auf die Idee, dass er zukünftig die Erwähnung seines Namens an Gebühren festmachen möchte. Eine logische Konsequenz, da die Anzahl der Profi-Abos, die ca. 200 Euro pro Jahr kosten rückläufig sind. Andere Kritiker lassen sich zwischenzeitlich das Probieren der Weine bezahlen! Wo bleibt da die Neutralität?

Wir von der Cru.de – Weine für Freunde bemühen uns eine möglichst exakte Beschreibung der Weines zu erstellen. Wenn wir dann noch Informationen haben, was für Vorlieben, Sie liebe Kunden haben, dann ist eine gute Beratung möglich.

Generell gilt:  Alles was zählt ist Ihr Geschmack, also verlassen Sie sich auf diesen Geschmack und laufen Sie nicht der Herde hinterher. Geben Sie den kleinen Winzern eine Chance, die Ihr Geld im Weinberg und nicht in das Anstellen von Proben mit Bezahlung stecken.

Ich freue mich Sie in unserer Vinothek, dem Cru Wein-Outlet begrüssen zu dürfen, oder auf unserer Internetseite Shop.Cru.de.

Ihr Weinfreund

Michael Landrock