Kennen Sie Rudy Kurniawan?

Sollten Sie aber, denn Rudy Kurniawan ist ein findiger Indonesier, der in den letzten Jahren mit einer sehr interessanten Geschäftsidee zu Geld gekommen ist. Wohnhaft war er in Los Angeles und sein Geschäftsmodell war es hochwertige Cru-Weine zu fälschen!

In das Visier der FBI Agenten kam er durch ein kleines Missgeschick, als er einen Flaschenwein des Chateau Domaine Ponsont aus dem Jahr 1929 anbot. Dieses Weingut füllte allerdings erst 1934 Weine in Flaschen auf dem Chateau ab. Damals war es üblich , dass Weinhändler die Weine im Fass angeliefert bekamen und dann selbst in die Flaschen abfüllten. Nachweisen konnte man ihm damals noch nichts, da er unschuldig tat aber im Fadenkreuzen des FBI war seit diesem Zwischenfall.

Der Weinfälscher hatte sich folgendes überlegt, wenn man teure Weine und Raritäten kauft, dann trinkt man diese nicht jeden Tag wenn überhaupt und hat aus diesem Grund nicht die Möglichkeit diese Topwein wirklich einzuschätzen. Wissen Sie wie z.B. ein 1996er Chateau Margaux schmecken muss? So kam er auf die Idee, günstige Weine aus der jeweiligen Appellation und dem ungefähren Jahrgang zu kaufen und diese Weine dann selbst zu einem großen Cru zu vermählen.

Man fand bei ihm noch eine Anzahl Etiketten großer Weingüter, die er sich besorgte, um dann seinen Fake-Wein  „perfekt“ zu machen. Hatte er kein original Etikett zur Hand, war er nicht verlegen, sondern machte sich in Anlehnung an das Original ein neues Etikett.

In Sammlerkreisen geht jetzt das große Entsetzen um, denn man weiss ja oft nicht genau wo der Wein herstammte, den man „angelblich“ von einem englischen Lord erworben hat, der seine Sammlung aufgegeben hat.

Die Fachleute sind sogar überzeugt, dass Bewertungsnotizen neu geschrieben werden müssen, da diese „tollen“ Weinfakes sicher die eine oder andere Probe verändert haben.

Aufmerksam bin durch einen Artikel in der Welt, auf dieses unglaubliche Vorgehensweise geworden, was sogar die Machenschaften eines Deutschen in den Schatten stellt.

Was sollten wir darauf lernen?

Ich halte es für sehr wichtig, dass man die Weine in der sogenannten Subskription von einem bekannten Händler oder dem Weingut direkt einkauft, den Beleg aufhebt, denn das ist ein echter Garant für einen echten großen Wein. Beim Verkauf sollte man für die eigene Sicherheit und die Werthaltigkeit diese Originalrechnung fordern, damit man sicher sein kann einen wirklich echten Cru Wein gekauft zu haben.

Wir helfen Ihnen gerne beim Aufbau einer eigenen echten Sammlung an hochwertigen Weinen. Gerne vermitteln wir auch Ihre Sammlung, wenn Sie diese auflösen oder verkleineren möchten.