Wer Eiswein ernten möchte, der muss das Anmeldeverfahren für vorgesehene Eisweinernten einreichen. 2016 hat sehr gute Voraussetzungen ein aussergewöhnliches „Eisweinjahr“ zu werden. Das belegen die veröffentlichten Meldequoten. Alles was noch fehlt sind die Temperaturen.

Zur Erinnerung: Zur Eisweinlese müssen die Trauben bei der Kelterung noch durchgefroren sein (Weingesetz § 20). Erfahrungsgemäß sollten dann die Temperaturen von mindestens minus 7°C über mehrere Stunden herrschen.

2016 haben sich über 200 Betriebe angemeldet. Wenn man sieht woher im Handel der meiste Eiswein kommt, dann wundert es nicht, dass Rheinhessen mit 118 ha (2015 / 77) die Spitzenreiter sind. Die Pfalz hat in diesem Jahr 34 ha angemeldet, was eine Verdoppelung der Fläche entspricht. Das Anbaugebiet der Nahe hat 2015 mehr als doppelt so viele angemeldet und liegt nun bei 4 ha. Der Rest aller Weinbauregionen haben 11 ha angemeldet.

Wussten Sie eigentlich, dass die Bukettrebsorten Silvaner mit 70 ha gefolgt vom Riesling mit 42 ha und dem roten Spätburgunder mit 12 ha. Wir dürfen gespannt sein wie hoch der Ertrag aus den angemeldeten 167 ha sein wird. Der Forst sendet ja schon seine Vorboten.

Wenn man weiss dass die Reben im geforenen Zustand geerntet werden müssen und der Ertag bei mickrigen 300 – 500 Litern pro Hektar liegt, kann man den Preis für eine Flasche Eiswein besser einschätzen.

Die Ernte des 2016 Eisweines war mit gemessenen 134 Grad Öchsle gut, blieb aber hinter den Erwartungen der Winzer zurück.