Alkohol Wein und Kopfschmerzen Schwefel Histamin

Sie kaufen ein paar gute Weine, genießen diese mit Freunden und wachen am nächsten Morgen mit Kopfschmerzen auf. Ins Fadenkreuz der möglichen Schuldigen rückt schnell der Wein des Vortages, der Verkäufer, der als Helfershelfer mit dem Weingut dieses Drama verursacht hat.

Stop!

Acetaldehyd ist besser bekannt unter Ethanal, das ist ein Zwischenprodukt welches der Mensch selbst bildet, wie alles im Leben kommt es auf die Quantität an! 

Wenn wir Wein trinken wird Alkohol in der Leber zu Acetaldehyd umgebaut. Das so gebildete Acetaldehyd erzeugt Kopfschmerzen und kann die Leber schädigen. Kopfschmerzen entstehen aber erst dann, wenn wir mehr Wein = Alkohol trinken als die Leber abbauen kann, das sind in der Regel 8 – 10 Gramm in der Stunde. Wenn man die Alkoholberechnungstabellen zu Grunde legt ca. 0,25 Liter = 1 Glas Wein. 

Nehmen wir mehr zu uns als wir abbauen können, so verengen sich die Aterien. Die gefürchteten Kopf­schmer­zen einfach gesagt durch eine Erhö­hung des Flüs­sig­keits­drucks im Gehirn. Der Ace­tal­de­hyd hat eine zweite Eigenschaft, denn es ist was­ser­lös­lich­ und kommt so ins Gewebe. Stellen Sie sich die Gewe­be­zel­len so vor wie ein Schwamm wenn man ihn windet, verliert er das Was­ser. Und wenn Sie schon mal etwas zuviel Alkohol getrunken haben, dann haben Sie sicher schon gemerkt, dass Sie leichter schwitzen. Jetzt kommen wir wieder zum Gehirn, welches sehr gut durchblutet ist. Leider kan das das Was­ser, welches hier frei­ge­setzt wird nicht ent­wei­chen. Sie ahnen es schon es ent­steht Über­druck, den als Kopf­schmerz wahrnehmen.

Und wenn Sie sich jetzt fragen, warum die Polizei gerne riecht, dann deshalb weil der hohe Gehalt an Ace­tal­de­hyd im Kör­per wird als Alkoholfahne gerochen werden kann.

Ein zweiter Faktor ist der zum Teil hohe Anteil an schwef­li­ger Säure im Wein, denn dieses Haltbarkeitsmedium kann bei emp­find­li­chen Men­schen zu Kopf­schmer­zen füh­ren. Wenn Sie nach einer durchzechten nacht Bauch­schmer­zen kann das am Schwefel liegen. Die schwef­lige Säure und der das sau­ren Magen­mi­lieu reagieren. In Weinen finden wir je nach machart auch das Hist­amin, welches eben­falls Kopf­schmer­zen her­vor­ru­fen kann. Es führt zu erhöh­ter Blut­zir­ku­la­tion, ähnlich wie bei Schwel­lun­gen nach einem Insek­ten­stich.

Hist­amin entsteht als ein uner­wünsch­tes Neben­pro­dukt beim bio­lo­gi­schen Säu­re­ab­bau, den viele Char­don­nays und alle Rot­weine durch­ma­chen. Leider reicht schon eine geringe Menge von 5 mg um diese Reak­tio­nen hervorzurufen.

Tipps & Tricks: Den Kopf­schmerz bekämpfen

Gegen Kopf­schmerz und »Kater« gibt es ein Wun­der­mit­tel: Ace­tyl­sa­li­cyl­säure. Sie ist der Wirk­stoff vie­ler Kopf­schmerz­ta­blet­ten. Nehmen Sie vor dem Schla­fen­ge­hen eine Kopf­schmerz­ta­blet­te am besten in Brau­se­ta­blet­tenfrom,da dies schneller aufgenommen wird vom Körper. Eins ist wichtig, ist der »Kater« schon ein­ge­tre­ten so ist es meist schon zu spät für Tablet­ten.
Ein Tipp von mir, trinken Sie immer mal wie­der ein Glas Was­ser, um den Alko­hol­kon­sum etwas einzudämmen.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben und wie immer Fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Ihr Weinfreund

Michael Landrock