Chablis ist ein Chardonnay

Chablis kommen, das weiss man, aus dem Burgund und war vor Prosecco und Co., das Trendgetränk, wenn es um Weine ging. Ein Chablis wird aus der Rebsorte Chardonnay gekeltert, das steht zwar nicht auf dem Etikett aber im Weinbaugesetz.

Wenn man bei einem Chablis eine Fruchtexplosion erwartet, der wird enttäuscht sein, denn die Weine aus dem Norden der Bourgogne betonen das Terroir (Boden). Die meisten Chablis werden heute im Stahltank vinifiziert, was die Chablis-Winzer als unverzichtbar ansehen, da damit bei “alten Reben” die Mineralität besonders betont wird. Wenn Sie gute Chablis degustieren, dann werden die unwiderruflich an die trockenen Rieslinge aus Deutschland erinnert. Die Chablis haben eine würzig-steinige Note, die auch als Feuerstein-Ton (Silex) bekannt ist.

War, man früher der Meinung, dass man einen Chablis im Holz ausbaut, damit er den typischen Holzton bekommt, ist man heute schon einen Schritt weiter, aber das wird unter Weinfreunden natürlich gern diskutiert.

Ich, als Purist, meide die holzgereiften Chablis der Region, Traditionalisten lieben diese Art der Vinifikation. Das ist Weingeschmack und der ist bekanntlich immer individuell.

Zum Wohl

Ihr Wenfreund Michael Landrock

Im Handumdrehen schnell gekühlte Champagner, Sekte und Weine.

Wer kennt das nicht, die Party ist im vollem Gange und auf einmal ist nur noch warmer Prosecco oder Weisswein da. Gut, wer hier einen kleinen Trick kennt, denn damit schaffen Sie in wenigen Minuten gekühlte Weine zu erzeugen. Denn wie Goethe einmal sagte, ist das Leben zu kurz um schlechte Weine zu trinken! So möchte ich diesen Spruch noch um den Zusatz – falsch temperierte Weine – ergänzen.

Was Sie dazu benötigen ist Crushed Eis, das man noch spät in Supermärkten und an der Tankstelle kaufen kann. Wenn Sie dann noch normales Kochsalz haben, kann das Physikexperiment starten.

Crushed Eis in eine Schale geben, dazu Salz mischen und in wenigen Minuten Temperaturen von bis zu – 21 Grad Celsius erzeugen. Formel: 1 KG Eis – 230 Gramm Salz (weniger Salz bewirkt weniger Temperatur).

Also wenn Sie MacGyver, noch vom TV kennen, dann haben Sie jetzt Ihren großen Auftritt.

Mehr Informationen?   Wenn Sie Nudelwasser aufstellen werden Sie feststellen, dass sich das Kochsalz im Wasser löst. Beim Eis wird für das Aufbrechen der Kristallstruktur des Kochsalzes (Natriumchlorid = NaCl) Energie benötigt. Diese Energie wird der Umgebung entzogen, so dass die Temperatur sinkt.

Jedes Crushed Ice Stück ist mit einer dünnen Schicht flüssigen Wasser überzogen. Das ist der Angriffspunkt für das Salz, so wird das NaCl im Wasserfilm aufgelöst. Wenn Sie jetzt noch das Eis und das Kochsalz gut mischen verstärkt die Reaktion.

Die Reaktion funktioniert natürlich nicht ewig, denn irgendwann ist das Eis vollständig in Salzwasser übergegangen. Sie können mit diesem Trick ca. 20 Minuten lang eine super Kühlung erzielen. Und das sollte ja reichen, um selbst im Kofferraum warm gewordenen Bierflaschen auf eine angenehme Trinktemperatur herunter zu kühlen.

Was uns der Boden über den Wein verrät

Oft hören Sie, dass der Wein auf diesem und jenem Boden angebaut wurde, aber was heisst das denn für den Wein? Kann der Weinkenner daraus etwas erkennen oder gar erwarten? Im folgenden möchte ich Ihnen den einen oder anderen Boden etwas näher bringen:

Kalkboden
Generell leitet sich Kalk von Kalzium ab. Entstanden ist der „Kalk”  in den Ur-Meeren. Genau genommen sind das die Überreste von Austern, Korallen oder Muscheln. Wenn der Kalk weich ist spricht man von Kreide, andernfalls von Marmor. Oft findet man diesen Kalk in den Hanglagen. Kalzium und Magnesium sind feste chemische Bestandteile von Kalk und eignen sich sehr gut, um Weine mit einer guten Säure hervorzubringen.

Weisse Burgunder lieben den kalkhaltigen Boden besonders.

Mergel
Wenn Sie erfahren, dass der Boden des Weinberges aus Mergel besteht, können Sie wiederum ableiten, dass dies eine Verbindung aus Kalk, Ton und Sand ist. Dieser Bodentyp ist ein schwerer Boden, der jedoch fruchtbar ist. Der Boden hat einen hohen pH-Wert.

Exkurs zum pH-Wert bei Weinen: Der Winzer versucht seine Weine mit einem niedrigen pH-Wert zu vinifizieren, denn dann ist der Wein umso stabiler und gesünder. Ein hoher pH-Wert heisst, dass der Säureanteil niedriger ist. Je niedriger der Säureanteil, umso mehr muss der Winzer auf bestimmte Einflüsse im Keller achten, wie z.B. die Mikrobiologie und die Stabilität des Weines. Als Richtgröße können Sie, je nach Anbaugebiet, Rebsorte und Traubenreife, von einem pH-Wert zwischen 2,8 bis 4,0 ausgehen.

Weine aus dem Bodentyp “Mergel” erbringen ebenfalls Weintypen mit einer guten Säure hervor.

Löss
Löss ist eine besondere Gesteinsformation. Diese wurde in der Eiszeit durch den hohen Druck des Eises erzeugt. Dabei wurde das darunter liegende Gestein pulverisiert. Diese Partikel sind weniger als 0,05 Millimeter gross und wurden durch die Winde oft in Lee Bereiche (windgeschützte Bereiche) der Weinberge verteilt. Lösspartikel können so aus Quarz-, Kalk- oder Lehm bestehen. Wenn man Wasser auf Kalk giesst, entsteht Lehm. Die Weine, die auf diesem Bodentyp entstehen, sind in der Regel säurearm aber reich an Nährstoffen, die sich im Wein als vollmundig wiederfinden.

Mergel-Ton-Sand Boden
Ton ist eine „plättchenförmige“ Masse, die durch eine elektrostatische Aufladung ihre Klebefähigkeit erhält. Er entsteht durch Verwitterungen von Feldspat des Granits und ist darüber hinaus gekennzeichnet durch Quarz und Glimmer.

Spricht man von fetten Böden, so ist mehr Ton als Sand (30%) im Boden. Von mageren Böden spricht man, wenn der Sandanteil höher ist als der Tonanteil. Hält sich Ton und Sand die Waage, so spricht man von Lehm. Die Ton-Böden haben die grosse Fähigkeit, Wasser zu speichern und weisen recht häufig einen hohen Gehalt an Kalium auf. Die Weine aus diesen Lagen sind vollmundig und kräftig.

Silex oder Feuerstein
Das sind graue bis schwarzfarbige Gesteinsbrocken einer feinkristallinen Quarzart, dem sogenannten Chalzedon. Betrachtet man diese scharfkantigen Gesteine genauer, dann sieht man eine weisse und poröse Oberfläche.

Diese kieselsäurehaltigen Bestandteile stammen von den Überresten frühzeitlicher Meeresbewohner. Die Kieselsäure macht den typischen Feuerstein Geschmack im Wein aus. Man findet diese Formationen z.B. in Frankreich an der Loire, die einmal eine Küstenline des Ur-Meeres war.

Weinparing – Was passt zu Pasta, Spargel oder Sushi?

Eine Frage, die immer öfter an uns gestellt wird, ist die “richtige” Kombination von Speisen und Weinen. Sicher auch ein Effekt der vielen Kochshows. Vorneweg falsch gibt es im Grunde nicht, doch einige Tipps auf die Sie achten sollten.

Nudeln und klassische Bolognesesauce
In Deutschland ein beliebtes Gericht sind Nudeln und Hackfleisch- oder Tomaten-Soße garniert mit geriebenen Parmesan. Wir empfehlen hierzu immer Grundweine aus dem Ursprungsland, wie z. B. einen schönen trockenen Rotwein aus Italien. Aber auch die farbintensiven und vollfruchtigen Rotweine vom Gardasee, wie Bardolino, Valpolicella, oder einen Wein des Veneto. Der Wein soll harmonisch und möglichst unkompliziert sein.  Wenn Sie lieber französische oder spanische Weine mögen, dann greifen Sie zu einen trockenen Bordeaux oder Rioja.

Spargel und Viognier
In der Spargelsaison sind die Weine gefragt, die dem bitteren Spargel Paroli bieten können, wie der grüne Silvaner von Wageck Pfaffmann. Für die, die es exotischer mögen, eine besondere Empfehlung aus USA, den Gnarly Head Viognier. Diese eigentlich aus Frankreich stammende Rebe hat schöne Maracuja-Aromen und ist ein echter Geheimtipp für alle die Geschmeidigkeit und blumigen Aromen im Wein lieben.

Sushi und Sauvignon Blanc
Viel zu oft wird zu Sushi und japanisches Bier serviert. Dabei bietet ein vollmundiger Sauvignon Blanc die passende schöne und doch feinfruchtige Frische. Kommt dann noch die Oppulenz dazu, dann passt auch die cremigen Fülle eines weissen Burgunders aus dem Hause Bassermann hervorragend dazu. Die Aufgabe des begleitenden Weines ist es, einen Kontrast zu den salzigen Fischen, der Sojasauce und den Wasabi Reishappen zu liefern.

Asiatisches Curry und Gewürztraminer
Curry ist eine Würzmischung mit bis zu 20 verschiedenen Gewürzen. Das Curry Pulver kann je nach Herkunftsort scharf bis harmonisch sein. Ein Bukettwein, wie ein Gewürztraminer oder ein Muskateller sind hier die wahren Gegenparte zum Essen. Das Rosenbukett des Traminers gepaart mit Zimt, Nelken und anderen exotischen Früchten bringt Harmonie ins Essen.

Pommes Frites und Wein?
Was wäre Amerika, wenn es nicht die Pommes mit Rindswurst mit einem Wein kombinieren könnte. Probieren Sie doch einfach mal einen Primitivo aus Apullien oder Sizilien dazu, dieser bietet schöne dunklen Waldfrüchten und eine leichte exotische Würze nach Zimt, Nelken, schwarzen Pfeffer. Die Röstaromen sind mit diesem Wein bestens eingebunden.

Foie gras und eine Beerenauslese
Die Würze der Gänsestopfleber erlebt durch die konzentrierte, fruchtige Süße einer Beerenauslese sein Gleichgewicht. Der Wein, der auch eine edelsüsser aus Frankreich sein könnte, ein Sauternes, macht die Leber noch verdaulicher und der Broiche rundet das Geschmackserlebnis exotische ab.

Speck und Vernatsch
Schinken und Speck suchen nach einem würzigen Wein-Partner, der die Rauchigkeit vertragen kann, wie ein Vernatsch aus Südtirol. Ich finde der Gschleier aus den alten Reben im großen Fass ausgebaut, hat das Zeug dazu, diesen Jausenspeck zu untermalen. Der Wein hat wenig Gerbstoffe und ist so angenehm fruchtig, was die  Salzigkeit Speck kompensiert.

Grünkohl und Pinkel
Im Süden isst man es seltener, aber im Norden ist der derbe Grünkohl mit fettreichen Würsten / Schweinebauch öfters auf dem Esstisch vorzufinden. Probieren Sie doch einmal den feinherben Dornfelder,aus dem Hause Wageck Pfaffmann, der durch seine Weichheit und Fruchtigkeit einen schönen Gegensatz bietet.

Käsekuchen und liebliche Rieslinge
Stellen Sie sich einen lauwarmen Käse- oder einen Apfelkuchen vor, dazu einen halbtrockenen oder lieblichen deutschen Riesling aus der Pfalz. Die Fruchtsäure und der Fruchtzucker des Rieslings mit seinem Aromenspiel mit viel Exotik machen den süßen Kuchen noch interessanter. Da Sie noch mehr Aromen in der Kombination aus Wein und Kuchen erhalten werden.

Also einfach mal probieren, wir haben für Sie den richtigen Wein im Sortiment, ihr Cru Weine für Freunde Team.

Spargel und Wein

Jetzt ist Spargelzeit!

Das Frühjahr war teils regnerisch und ungemütlich, dem Spargel hat es aber im Gegensatz zum Spargeljahr 2013 gefallen, denn die Qualitäten sind sehr gut.

Spargel wird heute in vielen Variationen angeboten, zum einen als klassische Version im Topf mit Salz und Zucker, serviert mit Butter oder Sauce Hollandaise und einer Beilage wie Schinken, Schnitzel oder Lachs. Dann gibt es die Verfechter, die den Spargel in der Pfanne garen oder gar braten.

Oft macht die gewählte Beilage zum Spargel die Wahl des passenden Weines einfach oder auch schwierig. Hier eine Grundregel: Spargel an sich ist ein leicht bitteres Gemüse. Zur Unterstützung könnte man einen Wein empfehlen, der Gemüsearomen in sich trägt, wie z.B. ein grünen Silvaner. Ich bevorzuge aktuell gerne einen schönen weissen Burgunder aus dem Hause Bassermann-Jordan, oder einen Lugana aus dem Hause Sartori vom Gardasee, der sich durch seine Mineralität auszeichnet. Beide Varianten eignen sich gut zum Spargel, wenn man nicht zu säurebetont genießen möchte.

Wenn Sie gerne grünen Spargel essen, dann schlage ich Ihnen einen schönen Rosé vom Gardasee oder aus der Provence vor. Beide Weine sind trocken ausgebaut und passen hervorragend zum grünen Spargel.

Mein Tipp:
Sie haben ein besonderes Gericht und suchen den passenden Wein? Fragen Sie mich einfach nach einer individuellen Weinempfehlung für Sie. Diese gebe ich Ihnen gerne per E-Mail oder auch am Telefon.

Ihr Michael Landrock

Raumland Sekthaus Flörsheim-Dalsheim

RAUMLAND. Das hört sich eigentlich nicht nach der besten Sektmanufaktur in Deutschland an. Volker Raumland, aus dem beschaulichen Flörsheim-Dalsheim bei Worms in Rheinhessen, hat es aber geschafft, zu der Sektkellerei in Deutschland zu werden.

Raumland Sektgut

Wie so oft im Leben erhält man gute Tipps und wie in meinem Fall oft auch gute Flaschen von guten Bekannten, die einem sagen, das musst Du mal probiert haben. Nachdem ich solchen Empfehlungen selten widerstehen kann, habe ich das Cuvée Katharina aus dem Hause Raumland probiert. Dieses Cuvée aus Spätburgunder und Schwarzriesling ist seit 1993 auf dem Markt und ja, Sie ahnen es, zu Ehren der Tochter der sympathischen Familie Raumland, kreiert worden. Die ist sicher eines der Aushängeschilder für die Sektkellerei RAUMLAND.

Eigentlich kannte ich Flörsheim-Dalsheim nur wegen seiner mittelalterlichen Innenstadt und dem bekannten Café Sommer, das es zu einer regionalen Bekanntheit gebracht hat. Volker Raumland hat es zu der Berühmtheit in diesem Ort gebracht. Dies zeigt nicht nur die vielen Presseberichte und die Gault Millau Auszeichnungen. Das Ehepaar Raumland hat eine schöne Fabrikanten Villa im klassischen Stil aus dem letzten Jahrhundert, 1912, übernommen und man merkt beim ersten Eintreten, dass das Innere dieses wunderschönen Hauses mit der Freitreppe so wunderbar mit den Sekten korrespondiert, die anderen Orts als Champagner gehandelt werden.

Bei großen Staatsempfängen, kann es durchaus sein, dass der ehemalige Außenminister Westerwelle und sein franz. Amtskollege z.B. am Tag der Deutschen Einheit sich mit 1200 Gästen mit einem Glas Raumland Sekt zuprosten. Wenn dann noch der franz. Staatschef sich diesen Sekt in den Elysée Palast kommen lässt, also in die “Höhle des Löwen”, dann wissen Sie, in welcher Liga die Familie Raumland heute spielt.

Sollten Sie denken, dass Erfolg Menschen verändert, dann muss ich sagen, nicht in diesem Fall: Sie erleben eine nette Familie ganz ohne Starallüren.

Im Keller ist Volker Raumland ein echter Pionier, für den Qualität und das genaue Timing alles ist. Nehmen wir die Einstiegs Sekte, also den klassischen Riesling, das Cuvée Marie Louise oder das Cuvée Katharina, dann stellt man schnell fest, dass hier eine anderer Qualitätsstandard angelegt wird, wie man ihn sonst kennt. Die Grundweine für die Einstiegs Sekte stammen aus dem Jahr 2009!

Sektwinzer verstehen sich als eine besondere Art der Winzer, das fängt schon bei der Lese der Grundweine an. Die Weine für Sekte werden ca. 2 Wochen vor der regulären Weinlese geerntet. Das hat den Vorteil, dass die Grundweine weniger Alkohol und einen höheren Säuregehalt haben. Die Grundweine werden für ein halbes Jahr auf der Hefe ausgebaut, bevor sie in Holzfässer, Barrique-Fässer oder im Edelstahltank weiter verarbeitet werden.

Klassisch, wie in der Champagne, werden die Rebsorten Pinot Noir (zu deutsch Spätburgunder), Pinot Meunier (zu deutsch Schwarz Riesling), Chardonnay verwendet. Dazu wird bei Raumland noch weißer Burgunder versektet. Die Grundsekte werden für 18 Monate auf der Hefe belassen, dies erklärt auch das schöne und feine Mousseux.

Folgende Sekte des Sekthauses RAUMLAND führen wir im Programm:

Riesling Brut
Cuvée Katharina Brut
RAUMLAND Prestige-Sekte:
2007 Pinot Blanc de Noir Prestige Brut
2007er Chardonnay Prestige Brut
2008er 8. Triumvirat – Grande Cuvée Brut
2004er MonRose Brut
RAUMLAND Apfelsecco 

Christian Krüger Restaurant Axt als Kochpartner der Cru.de

Dass gutes Essen und guter Wein zusammen gehört, hat sich in der Zwischenzeit herum gesprochen. So eröffneten wir unser Cru Wein-Outlet gourmetmässig mit Christian Krüger von dem Restaurant Axt in Mannheim.Zu dieser Zeit war ein Stern noch ein Stern und Christian arbeitete darauf hin. Wenn man seine Küche und seine Kreationen einmal gekostet hat, dann weiss man was sehr gute ehrliche Küche ist. Christian Krüger ist in der Küche sicher ein Genie und arbeitet filigran mit Pinzette anderen Arbeitsmitteln, die man sonst eher bei einem Arzt erwarten würde.

Wir von der Cru.de haben mit Ihm schon einige Kochevents veranstaltet, das letzte Event mit einem 3-Gänge Gourmetmenü in unserer Vinothek. Eigens dafür haben wir uns einen 480 cm lange Tafel anfertigen lassen.  Die Speisen wurden frisch in der Küche zubereitet und von Christian Krügers Küchenteam dem kleinen Gästekreis serviert. Michael Landrock, von Cru.de, hat die für das Essen passenden Weine ausgesucht und jede Weinpro Gang degustiert.

Unser Angebot:
Wenn Sie eine kleine Gruppe sind von maximal 15 Personen, dann feiern Sie doch einfach mal ein Event in unserer coolen Weinlokalisation, dem Cru Wein-Outlet in Viernheim. Mit Speisen von Christian Krüger dem Inhaber und Sterne Koch des Restaurant Axt in Mannheim und optimal passenden Weinen von Cru.de.

gedeckter Tisch im Outlet

Gedeckter Tisch im Wein-Outlet Viernheim

Auszeichnung:
Christian hat bei der deutschen Ausscheidung von Paul Bocuse Gold geholt und wird Deutschland bei der Endausscheidung in Stockholm vertreten.  Wir gratulieren!

 

 

Christian Krüger Bocuse cru

Christian Krüger Sieger bei der deutschen Bocuse Auswahl

http://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/kruger-gewinnt-vorentscheid-des-bocuse-d-or-1.1386044

Wir sind gespannt, wie diese Erfolgsgeschichte weiter geht.

Kennen Sie “Malo”?

Wenn man mit Weinfachleuten spricht, dann hört man irgendwann die Aussage: “der hat die “Malo” durchgemacht, – mehr oder weniger gut”.

Okay, der Wein hat die “Malo durchgemacht”. Ist das ansteckend?

Nein, es besagt nur, dass ein Wein, nachdem er die alko­ho­li­sche Gärung been­det hat, in einer zweiten Phase, die sogenannte “Malo” bzw. Milch­säu­re­gä­rung durchlebt. Wenn Sie einen Wein mal aus dem Fass probieren, dann haben Sie bei jungen Weinen nicht das Gefühl, dass das jemals ein gut schmeckender Wein werden könnte!

Denn in diesem Stadium befindet sich noch Apfelsäure im Wein, die so herb schmeckt, wie harte  unrei­fe Äpfel. Um diese Säure abzubauen, benötigt man die Malo, also die malolak­ti­sche Gärung (Milchsäuregärung). Dadurch sinkt der Säu­re­ge­halt im Wein und der Wein schmeckt wei­cher und macht einen runden Eindruck.

Wenn Sie jetzt wissen wollen, was der große Unterschied zwischen den Gärungsarten ist, dann haben Sie bei der alkoholischen Gärung, die Hefegärung  mit Hefepilzen. Beim bio­lo­gi­schen Säu­re­ab­bau hingegen arbeiten Bakterien daran die Apfelsäure umzuwandeln. Meist geschieht das im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder über 20 Grad Celsius steigen, dann kann man im Keller miterleben, wie die vergorenen Weine fein prickeln blubbern –  dann ist die Malo im vollen Gange.

Heute wird die Malo gezielt nach der alkoholischen Gärung angestoßen, so dass Sie für Winzer steuerbar ist. Wird dieser Gärungsprozess nicht komplett abgeschlossen, so kann man das am Geschmack erkennen und dem Kohlendioxid die der Wein in der Flasche bildet und den Korken heben kann.

Pedio­coc­cus, Leu­co­no­s­toc und Lac­to­ba­cil­lus sind die lateinischen Bezeichnungen für diese Milch­säu­re­bak­te­rien. In unseren Breitengraden findet man diese Bakterien in der Luft, im Weinkeller, in den Gärfässern und im Holz der Barriques. In Ländern mit viel Sonne, wie z.B. Australien oder Südafrika bilden sich diese Bakterien nicht und die Weine werden dann mit Milchsäurebakterien “geimpft”.

Macht die “Malo” auch bei Weißweinen Sinn?

Da die Säure das Rückrat für jeden spritzigen Weißwein ist, sind viele Winzer froh über jedes Gramm Säure, das der Wein ausweist. Es macht die Weiß­weine leben­dig und erfri­schend. Man versucht neben der schönen fruch­ti­gen Wein­säure auch die Apfel­säure einzubinden.

In Frankreich hat man eine andere Tradition, das merkt man an den Weißweinen, wie Chardonnays aus dem Burgund oder den doch seltenen wei­ßen Bordeauxs, diese werden in 250 oder 350 Liter Barriques ver­go­re­n. Die franz. Weingüter nehmen gerne eine gezielte Malo vor, die die Apfelsäure aber nicht zu 100 % abbaut, da diese für ein bestimmte Stimmulanz am Gaumen gewünscht wird.

Sollte man wieder mal weinfachsimpeln, so können Sie jetzt den Begriff Malo zuordnen!

Schloss Reinhartshausen rundet Rheingau Sortiment der Cru ab!

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Die Weinplattform Cru.de – Weine für Freunde rundet ihr Sortiment im Rheingau mit dem bekannten  Schloss Reinhartshausen ab!

 

Michael Landrock erklärt, dass es ihm darauf ankam mit einem Anbieter eine möglichst große Vielfalt an Einzellagen anbieten zu können. Aktuell haben wir die Lage Schlossberg, bei der halben Flasche als lieblich ausgebaute Auslese, den sogenannten Wisselsbrunnen als Kabinett, und als Erstes Gewächs den weltbekannten Marcobrunnen in einer Sonderedition Jahrgang 2008. Weine der Insel Mariannenaue runden das Sortiment ab.

 

Wenn Sie das Weingut Schloss Reinhartshausen kennenlernen möchten, dann haben wir Ihnen hier einige Informationen zusammen gestellt:

 

Schloss Reinhartshausen ist eine, wenn nicht, die Weinikone im Rheingau. 6 klassifizierte Lagen werden dem Weinliebhaber in 54 Ländern angeboten. Insgesamt könnte das Weingut 11(!) klassifizierte Lagen anbieten. Beheimatet ist das Weingut in dem seit dem 12. Jahrhundert bekannten Stammsitz des Adelsitzes Ritter von Erbach. Weinbau wurde hier immer betrieben. Doch so richtig in den Fokus kam das Schloss im Jahr 1855, als die Prinzessin Marianne von Preußen aus dem Fürstengeschlecht derer von Nassau-Oranien die Gebäude und Ländereien übernahm. Ihr zu Ehren wurde die Insel vor dem Schloss in die Mariannenaue umbenannt.

Die Kriegswirren gingen an dem “kaiserlichen Schloss” immer vorbei, da wohl niemand einem Gut der preussischen Kaiserfamilie zu Nahe treten wollte. So hat das Weingut heute eine der größten Sammlungen an Flaschen aller produzierten Jahrgängen. Ein echter Schatz!

 

Aus dem Dornröschen Schlaf wurde das Schloss Reinhartshausen durch Willi Leibbrand (Inhaber u.a. von HL, miniMAL und toom) gerissen, der in das Schloss Unsummen an Geld in Keller und Rebflächen investierte. Er erkannte das Potenzial, doch leider kam sein Tod zu früh, als dass er seiner Vision richtiges Leben hätte einhauchen können.

Erst im Jahr 2013 wurde durch die Lergenmüller Familie, die in den 90iger Jahren des letzten Jahrhunderts als Pioniere in der Südpfalz galten, erstmals echte Winzer zu Miteigentümern des Schloss Reinhartshausen.

 

Schloss Reinhartshausen verfügt heute über rund 80 Hektar (!) eigene Rebflächen und ist das größte privat  geführte Weingut im Rheingau! Das Weingut besitzt z.B. in den 3 weltberühmten Brunnenlagen, den Marcobrunn, den Nussbrunnen und den Wisselbrunnen eigene Rebflächen. Wenn Sie den Rheingau wirklich kennen lernen möchten, dann haben Sie im Schloss Reinhartshausen die Möglichkeiten die Terroirs zu erleben. Wenn andere Weingüter im Rheingau eine Lage durch verschiedene Ausbauarten verschiedentlich positionieren, können Sie mit Weinen von Schloss Reinhartshausen den Rheingau in seiner vollen Vielfalt erleben, eben das Original.

 

Erkennen können Sie die Weine des Schlosses an der hellbauen Flaschenausstattung und zukünftig bei den lieblichen Weinen an dem weissen Etikett mit dem traditionellen orangenen Rahmen der Nassau-Oranien.

 

Wenn das nicht schon alles genug wäre, hat das Weingut noch etwas ganz Besonderes zu bieten:

Eine vor ca. 10.000 Jahren entstandene die Insel, die Mariannenaue. Diese Eiland wurde durch Kalksandstein-Ablagerungen von bayrischen Gletschern im Flussbett gebildet.  Die sogenannte Insellage der Mariannenaue umfasst 23 Hektar und ist die größte Inselweinlage im Deutschen Weinbau. Die kalkhaltige Böden schaffen gemeinsam mit dem “Inselwetter” ein besonderes Mikroklima, was dem Chardonnay & Weissburgunder besonders gut bekommt. Ähnlich wie im Nildelta schwemmen die jährlichen Hochwasser des Rheins neue Sedimente an.

 

Wenn die Mitarbeiter von Schloss Reinhartshausen auf die Insel übersetzen, nutzen Sie wohl das letzte Schiff der Preussen, denn das Fährschiff heisst, wie sollte es auch anders sein: Preußens Gloria.

 

Im Sortiment der Cru.de finden Sie folgende Weine:

 

  • Schloss Reinhartshausen Rosee – feinherb
  • Schloss Reinhartshausen Rieslling QbA – trocken
  • Schloss Reinhartshausen Riesling Kabinett  Lage Wisselsbrunnen
  • Schloss Reinhartshausen Riesling QbA trocken Holzfass 
  • Schloss Reinhartshausen Riesling Auslese 0,375l Lage Schlossberg
  • Schloss Reinhartshausen Riesling Marcobrunnen Erstes Gewächs Jahrgang 2008 -Sonderetikett Marianne

Inselweine, d.h. Weine der Mariannenaue:

  • Secco Insel (Perlwein ohne Kohlensäurezusatz)
  • Weissburgunder & Chardonnay QbA  - trocken

Wenn Sie die Weine bei uns im Shop bestellen möchten, dann klicken Sie bitte hier … .

 

Paolo Manzone – Piemont – Serralunga d’Alba

Es gibt auf der Welt viele interessante Weinanbaugebiete, die über eine tolle Geschichte verfügen, es gibt aber nur ein Piemont! Hier schlägt das Herz rund um die Stadt Barolo. Das Weinanbaugebiet, welches südlich der Stadt Alba in den Langhe Bergen liegt, umfasst 10 zugelassene Gemeinden, die ihren Wein unter der begehrten Bezeichnung Barolo verkaufen dürfen.

Der historische Kernbereich des Barolos umfasst die Gemeinden: Barolo, Castiglione Falletto, La Morra, Monforte d’Alba und Serralunga d’Alba.

Was macht einen Barolo besonders?
Es ist wohl das Terroir und die liebevolle und aufwändige Arbeitsweise der Winzer in dieser geographisch einzigartigen UNESCO Kulturlandschaft.

Im Barolo setzt man, wie im Burgund, auf eine Rebsorte. Hier ist es der Nebbiolo, was übersetzt, der kleine Nebel, heisst. Hier werden die Reben mit einer unglaublichen Sorgfalt angebaut. Es ist oft so steil, dass die Winzer nur mit kleinen Kettenfahrzeugen, die quer zum Hang angelegten Weinberge sicher bewirtschaften können. Der Nebbiolo liefert tanninreiche Weine, die in der Regel lange reifen müssen. Für die Reife lässt sich der Nebbiolo viel Zeit. Damit haben Sie den Vorteil, dass Sie einen Wein haben, der sehr lange haltbar ist.

Der Barolo ist ein rebsortenreiner Nebbiolo.  Dies macht den Vergleich mit dem Burgund so spannend, denn auch im Burgund arbeitet man nur mit einer Rebsorte, dem Pinot Noir. Nicht selten werden diese beiden Weinbaugebiete nebeneinander gestellt.

Eins noch: Sie lieben Merlot? Dann sparen Sie sich die Zeit, sich mit dem Barolo zu beschäftigen. Der Barolo wird dann leider nicht Ihre Geschmacksrichtung sein.

Wenn Sie aber das Besondere suchen, dann sind Sie jetzt genau in der richtigen Weinbauregion angelangt.

Weingut Paolo Manzone Serralunga

Ein Barolo ist ein Wein, der 100% aus der Rebsorte Nebbiolo vinifiziert wurde. Man kann ihn deshalb eigentlich nur mit einem typisch deftigen Essen, wie es in der Region Langhe serviert wird, sinnvoll geniessen.
Aus diesem Grund erhalten Sie im Piemont oft auch herzhafte Salami oder einen typischen Hartkäse gereicht. Sie werden überrascht sein, was dieser Wein aus diesen Speisen zaubern kann. Der Nebbiolo ist eine dickschalige Rebsorte, die aber wie der Pinot Noir empfindlich ist, fragil und duftig, und dennoch Tannin beladen.

Eine kleine Episode aus unserem Besuch im Piemont:
Eigentlich dachte ich: “ein Weinbaumuseum, was soll ich denn da” – als ich den Tipp von Paolo umsetzte und das Weinbaumuseum in dem kleinen Ort Barolo besuchte. Es befindet sich im alten Schloss des Ortes. Vom Schlosshof hat man einen wunderbaren Blick auf die Weinberge rund um Barolo. Nach dem Besuch des Museums muss ich sagen: Das muss man erlebt haben! Was ich erlebte war eine multimediale und umfassende Huldigung des Barolo im Schloss von Barolo – excellent und wunderbar gemacht!

Die Cru.de – Weine für Freunde hat sich für das kleine Weingut von Paolo Manzone entschieden. Dies deshalb, weil Paolo eine Weinphilosophie umsetzt, die auch dem Anspruchsdenken der Cru Kunden mehr als gerecht wird. 4,5 Hektar: Daraus macht Paolo nur 13.000 Flaschen seiner “Queen” und seines “Kings”, wie er seine Barolo Weine liebevoll nennt.

Die Queen ist der traditionell ausgebauter Barolo, den er in großen 3000 Liter Holz-Fässern ausbaut; einen kleinen Teil baut er in 350 Liter Fässern aus. Das gibt dem Weine eine besondere Note. Nach 3 Jahren ist der Wein dann soweit, dass er in den Verkauf kommt.

Der King ist eine Interpretation von Paolo Manzone, hier wird der Barolo nur im Barrique und 350 Liter Burgunder Fässern ausgebaut. Paolo schwört auf “medium getoastete” Fässer. Sie schaffen es, dass der Wein modern daher kommt. Obwohl der 2009er Barolo von Paolo Manzone noch einige Jahre reifen kann, ist der Wein heute schon ein Gedicht.

Mein Tipp: Öffnen Sie den Wein 2-3 Stunden bevor Sie ihn trinken möchten und dekantieren Sie ihn, dann haben Sie einen traumhaften Rotwein aus dem Piemont und einen echten Paolo Manzone Barolo. Ein Wein, der noch lange in der Flasche hätte leben können, wenn  Sie ihn nicht bereits jetzt zum Trinken an die frische Luft gesetzt hätten…
Beides ist möglich: Heute schon geniessen oder lagern. Wie gesagt: Der aktuelle 2009er ist heute schon ein Gedicht.

Zum Wohl! Diese Weine sind jeden Cent wert und sind im Preis-Qualitätsverhältnis ein echtes Schnäppchen.

Paolo Manzone hat noch weiteres zu bieten:
Weitere Wein-Geschmackserlebnisse  aus Sinio von Paolo Manzone…..

Für alle, die einfach nur einen sehr guten und preisbewussten Wein aus dem edlen Piemont suchen, empfehle ich den Dolcetto, Barbera oder Nebbiolo von Paolo Manzone. Wenn Sie einen weissen Geheimtipp aus dem Piemont suchen, dann ist der Roero Arneis von ihm sicher eine Versuchung wert.

Diese Weine werden auf dem elterlichen Weingut in Sinio, ca. 8 km von Serralunga und durch einen Berg getrennt an- und ausgebaut. Das Gut umfasst ca. 10 ha mit Reben und 8 ha mit Haselnussbäumen.

Wussten Sie übrigens, dass früher Ferrero der Hauptabnehmer der Haselnüsse im Piemont war? Seit Ferrero aber seine eigenen riesigen Plantagen in der Türkei hat, liefern die Haselnussbauern Ihre Nüsse oft in die Schweiz, wo sie dann wesentlicher Bestandteil der Schweizer Haselnussschokolade werden.