Landrock Selection

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Weintrends und Ernte 2016

Wenn wir die 2016er Weine im Glas haben, dann sollte auf das Weinbaujahr zurück schauen, denn der Wein im Glas ist eben das Produkt aus: Temperatur, Niederschlag, Höchst- und Tiefsttemperaturen sowie Sonnenstunden in diesem Jahrgang.

Wenn man sich mit den Winzern vor Ort unterhält dann bekommt man interessante Informationen, so ist ein Witterungsverlauf zum Standard geworden, der noch vor zwei Jahrzehnten als außergewöhnlich gegolten hätte. Die Sommer werden immer wärmer, der Winzer fürchtet den Trockenstress mehr als den Niederschlag. 2016 hat uns alle mal wieder daran erinnert, was für unsere Breitengrade noch vor wenigen Jahren als wesentlich klassischerer Witterungsverlauf gegolten hätte als die Vorjahre 2014 und 2015. Nur der schöne Spätsommers verdanken wir einen qualitativ sehr guten Jahrgang!

Die Weingüter die konsequent auf Mengenreduktion eine gesunde Balance gesetzt haben wurden letztendlich belohnt. Höhere Erträge eine gute physiologische Reife und Aromatik die sich im wärmeren Jahr 2015 noch lohnten wurden 2016 bestraft da die Ernte in der Regel geringer war. Eine ungewöhnlich späte Kaltfront traf weite Teile der europäischen Weinbauregionen zwischen dem 26. Und dem 30. April hart. Genau zu diesem Zeitpunkt war die Knospenschwelle und damit die Phase, in der die Rebe mit am Empfindlichsten ist. So wurden Ende April Minusgrade gemessen.  Christi Himmelfahrt überraschte mit 25! Grad. Die Eisheiligen machten Ihrem Name alle Ehre. Sehr hohe Niederschläge folgten in Mai und Juni machten den Winzern zu schaffen und förderten den Hauptfeind der Weingüter, den falschem Mehltau.
Im sonst so sonnigen und heissen August gingen die Temperaturen dann nochmals kurzfristig auf Talfahrt, es regnete es an mehreren Tagen.

Doch es folgte ein traumhafter Spätsommer ab Ende August, der uns bis weit in den Oktober hinein fast niederschlagsfreies, intensiv sonniges Klima bescherte. Im Weinberg ist dann die Zeit gekommen, wo man das Entblättern der Traubenzone beginnt.  Zunächst wurde nur die nach Norden zugewandte Seite dann die nach Süden gewandte Seite.

Die Hauptlese war besonders interessant, da sich die Mostgewichte über Wochen kaum noch veränderten. Anfang November startete die Lese der botrytisierten Rieslaner-Trauben und der Winter bescherte den meisten Winzern noch einen schönen Eiswein, was wollte man mehr.

Was die Winzer im Glas bringen werden wird wohl kein muskulöser oder mächtiger Jahrgang sein, dafür wird 2016 ein sehr eleganter, feingliedriger Jahrgang werden. Schön wäre es wenn sich die Winzer wieder darauf besinnen erst Weine ab dem Monat März in die Flaschen zu füllen, obwohl der Kunde schon am Tag der Lese nach dem ersten 2016er fragt.

Alte Rebsorten sind wieder im Trend, das konnte man feststellen. Der Verschnitt der vergangenen Jahre wurde genutzt um reinsortige Weine mit einer eigene Identität herzustellen, wie ein Gutedel aus dem Markgräfler Land oder ein Portugieser aus der Pfalz. Diese Weine sollte man probieren und sich eine eigene Meinung dazu bilden.

Ihr Weinfreund Michael Landrock

Weingut-Beteiligung zeichnen 2017

Beteiligungsangebot an einem Weingut

 

Sichern Sie sich jetzt ihre Weingut-Beteiligung

Werden Sie Mitglied im Club der Weinguts-Investoren, damit haben Sie die Möglichkeit Kommanditanteile an einem deutschen Weingut zu erwerben.

Um Mitglied im Club der Weinguts Investoren zu werden sehen wir einen Mindestanlagebetrag pro Investor in Höhe von 30.000 Euro inklusive Agio und eine Laufzeit von mindestens sieben Jahren vor. Das Geldanlage-Konzept offeriert eine gestaffelte Gewinnbeteiligung vor:

Dabei wird im Anlaufjahr zwei Prozeint Ihrer Investitionsumme in Wein des Weinguts ausgeschüttet. In den kommenden Jahren wird dieser Betrag nach der Investionsphase sukzessiv gesteigert auf jährlich drei Prozent der Beteiligung in Geld und weitere zwei Prozent in Wein aus dem Cru Weingut Sortiment ausgezahlt. Clubmitglieder kommen zudem in den Genuss weiterer Vergünstigungen.

Cru bietet Privatinvestoren die Gelegenheit, ein Teil eines Weingutes mit zu erwerben und weiteren Wachstum zu partizipieren.

Sie könnten diesem exklusiven Club der Weingutsbesitzer angehören, wenn Sie Mensch sind der unsere Leidenschaft für Wein und Weinbau teilt oder jemand der eine interessante Alternative zu einer herkömmlichen Geldanlage sucht.

Wer möchte das nicht, Mitbesitzer eines Weingutes (Weingut-Beteiligung) in einem de schönen deutschen Weinbauregion werden? Wenn Sie Interesse haben, als Investor / Gesellschafter eines zu erwerbenden Weingutes, dabei zu sein, sollten Sie jetzt weiterlesen, denn diese Chance ist quasi einmalig!

Cru.de – Weine für Freunde expandiert weiter, dazu kaufen wir ein deutsches Weingut! Ziel ist es das Weingut zu betreiben und weiter zu entwickeln. Wenn Sie möchten, können Sie dabei sein und ein Investment in Wein zeichnen. Angefangen von einer reinen Finanzinvestition bis zu einer echten Unternehmensbeteiligung haben wir verschieden Modelle für Sie ausgearbeitet.

So sieht der deutschen Weinmarkt aktuell aus

Wein ist ein expandierender Markt, nicht nur für Weintrinker und Kenner, sondern auch für viele Neueinsteiger, die die wunderbare Welt des Weines entdecken möchten. Was sich nicht nur im steigenden pro Kopfverbrauch der Deutschen belegen lässt. So hat der Pro-Kopf-Verbrauch an Wein und Sekt in Deutschland in den zurückliegenden knapp 50 Jahren kräftig zugenommen: Von 12 Litern im Jahr 1963 auf 25 Liter im Jahr 2015! Ein Ende ist nicht abzusehen.

Aktuell ist der Markt durch viele kleinere Winzer (in Deutschland gibt es aktuell 20.000 Nebenerwerbs Weinbauern) geprägt. Dies wird sich in den nächsten Jahren ändern, da die Generation 60+ ihre Weingüter entweder an die junge Generation abgibt, sofern diese Interesse haben oder das Weingut einfach aufgeben bzw. verkaufen. Bei Betriebsaufgabe werden vorhandene Flächen verpachtet oder einfach nicht mehr bewirtschaftet. Dies kann man in einigen Gegenden schon sehen, wo ganze Hänge verwildern oder ausgerissen wurden.

Das Expertenteam für Ihre Weinguts-Beteiligung

Da es wichtig ist die Spreu vom Weizen zu trennen haben wir für die bereits laufenden bzw. anstehenden Verhandlungen mit in Frage kommenden Weingütern ein Expertenteam gebildet, welches sich aus einem Önologe und Kellermeister, einem auf Gesellschaftsrecht spezialisierten Anwalt und mir (Michael Landrock) als Cru Weinvertriebsexperte und Initiator zusammensetzt.

So werden die angebotenen Weingüter nach bestimmten Kriterien selektiert, wobei das „Cru-Merge-Team“ die Verhandlungen mit dem jetzigen Eigentümer führen wird. Da der Vertrieb neben der Produktion die wichtigste Säule des Projektes darstellt, werde ich, die für ein Weingut wichtige Funktion des Vertriebs, der produzierten Weine übernehmen.

Ziel wird es, sein das Sortiment so aufzustellen, dass Weine für die Kunden vor Ort bestehen bleiben, aber auch ein erweiterter Kreis von Neukunden angesprochen werden kann. Über Onlineplattformen, wie z.B. cru.de sollen neue Kundengruppen das Weingut kennen lernen. Die Weinguts-Gastronomie soll auf heutige Niveau gehoben werden, um den Wein zu erleben. Je nach Volumen kann eine Vermarktung über den Handel oder die Gastronomie vorgesehen werden. Bitte informieren Sie sich auf der Cru.de Blogseite über meine Weinvita.

Die Vision einer Weingut-Beteiligung

Warum sollten Sie in ein Weingut Investieren? Schon mal daran gedacht, dass man nicht nur ein Weingut kaufen kann, sondern mehrere Weingüter. Die bestehende Strukturen bei den Weingütern ist nicht dafür geeignet, dass ein Weingut die sogenannten economies of scale nutzen kann. Wir als möglicher Betreiber mehrerer Weingüter schon. Das könnte ein weiterer Grund für Sie sein gleich an Anfang mit dabei zu sein und Investor in Grund und Boden und Wein zu werden.

Generell genießt man nicht jeden Tag ein Großes Gewächs. Wichtig ist es eine Weinmarke zu erhalten oder weiter aufzubauen. Sofern dies nicht vorhanden ist, gilt es eine unverwechselbare Weinmarke zu kreieren, die das Fundament des Portfolio des Weingutes darstellen wird. Wachstum wird durch die Nutzung des vorhandenen Potentials, aber auch durch die richtige Positionierung in den Märkten möglich. Wir beliefern mit Cru.de schon viele Märkte und kennen uns in den Märkten aus. Seien sie also dabei.

Welchen Nutzen haben Sie dabei?

– Wir werden mit den vorhandenen Fähigkeiten ein erfolgreiches und profitables Unternehmen aufbauen, welches dauerhaft Gewinne erzielen wird, an denen Sie partizipieren werden
– Ein Teil ihres „Erfolgsanteils“ erhalten Sie in Wein ausbezahlt mit eigenen Co-Label

Echte Weinmacher Kurse für Inhaber: Wir zeigen ihnen wie man Wein macht, vom Rebschnitt bis zum fertigen Wein.
– Zugang zu Weinproben die nur Profis veranstaltet werden
– Exklusive Einladungen zu Weinpräsentationen nicht nur vom eigenen Weingut
– Sie werden regelmäßig aktuelle Informationen über ihre Weingut-Beteiligung erhalten.
– Ihre Freunde und Bekannte erhalten besondere Arrangements

Wenn Sie jetzt in klassischen Grund und Boden und in den Betrieb eines Weingut investieren möchten, dann freuen ich mich auf Ihren Anruf unter 0160-3604660.

Sie wollen jetzt sofort mehr Informationen dann senden Sie uns einfach eine kurze  E-Mail.

Ihr Cru Weinfreund

Michael Landrock

Stand: 3.4.2017 Mannheim  – Deutschland

Welcher Wein zum welchem Spargelgericht

Spargelweine im Jahr 2017

Es ist wieder soweit im April fällt der Startschuss für die Spargelsaison 2017. Damit beginnt auch das alljährliche Frage, welcher „Spargelwein“ passt zu welchem Gericht?

Ein Ansatz ist, ich trinke immer Riesling, also auch zum Spargel. Das ist eine Möglichkeit, bringt Sie aber um einen Gaumengenuss, denn das leicht bitteres Gemüse verdient eine Würdigung durch einen passenden Wein.

1. Silvaner

Ein Silvaner  oder auch Grüner Silvaner passt sehr gut zum Spargel, da der Wein durch seine Gemüsearomen, wie gekochten Sellerie und/oder Kürbis Aromen auf sich aufmerksam macht. Damit er etwas spritzig ist, empfehle ich ihnen die leicht säurebetonte Variante. Lecker und eine eine ideale Kombination für Spargelgerichte.

Wir haben einen grünen Silvaner unserer Neuentdeckung Bremer aus dem Zellertal für Sie als Empfehlung im Sortiment,

Hier gelangen Sie direkt zu unseren Spargelweinen …

2. Weisser Burgunder

Oft wird der Spargel mit einer Sauce Hollandaise oder Buttersauce und Kartoffeln bestellt, dieser Klassiker unter den Spargelgerichten findet im Weissen Burgunder  oder Weissburgunder einen perfekten Partner.

Die Weissen Burgunder Reben bringen Weine mit einer feinen Frucht, aber auch mit leicht vegetative (bittere Noten)  hervor. Aktuell würde ich Ihnen den Weissen Burgunder 2016 aus dem Hause Dr. von Bassermann-Jordan oder Dr. Deinhard aus der Pfalz empfehlen. Aus Rheinhessen hat das Weingut Spiess mit seinem 2016er noch eine interessante Alternative im Programm, für alle die einen weiniger Geschmack bevorzugen.

Die Burgunder Rebsorte Chardonnay glänzt oft durch eine nussigen Noten im Abgang, diese wiederum passt perfekt zum Spargel. Warum nicht einen Chardonnay des Weingut Wageck oder Bremer aus dem Zellertal probieren. Für Liebhaber von Überseegebieten haben wird den feinen Chardonnay aus dem Hause Los Vascos, im Programm der wie Ihr Spargel am Besten auf Sand reift.

3. Riesling Klassiker

Wenn Sie wie ich die klassische Spargel, Kartoffel, Butter und Schinken Kombination bevorzugen, dann ist die salzige Komponente der Schinken! Je nachdem was für eine Schinkenart Sie wählen können Sie mit dem Riesling spielen: Der Wacholderschinken ist ein leichter feiner Geselle – Tipp ein Drache aus dem Hause von Winning. Ein Schinken aus Parma ist da in der Regel deutlich salziger, hier empfehle ich einen trockenen Riesling wie den WIN WIN aus dem Hause Von Winning.

Sie können sich eine einfache Regel merken: Je würziger der Schinken oder das Fleisch, desto kräftiger darf der Wein sein! Gerne auch mal einen Wein von alten Reben oder einen Riesling der etwas Holz gesehen hat, wie der Auf der Mauer aus dem Hause Bassermann Jordan – Deidesheim.

4. Rosé

Für die Liebhaber des Grünen Spargel wird auch gesorgt mit einem fruchtigen Rosé. Probieren Sie doch einfach einmal ein Wageck Cuvée Rosé zu ihren Spargeln oder ein Dr. Deinhard Rose.

Beliebte Spargelvarianten:

Spargel mit Butter
Spargel mit Hollandaise

dazu roher und gekochter Schinken,
Schnitzel,
Steak,
Lachs,
Roastbeef

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Spargelsalat mit Roastbeef und dicken Bohnen
Spargelsuppe mit Flusskrebsen und Kopfsalat
Löwenzahnsalat mit Wachteln und Spargel

Sie sehen die Spargelvarianten sind sehr vielfältig, so auch die Empfehlungen beim Wein.

Sie haben ein besonderes Gericht und suchen den passenden Wein, dann fragen Sie mich doch einfach nach einer individuellen Weinempfehlung. Diese gebe ich Ihnen  per E-Mail.

Hier gelangen Sie direkt zu unseren Spargelweinen …

Ihr Michael Landrock

Hierzu mehr in einem älteren Blogbeitrag von mir: Spargelwein 2013

Sauvignon Blanc eine Trendrebe?

Früher kaum bekannt, heute in aller Munde die Rebsorte Sauvignon Blanc. Wie so oft hat die Rebsorte ihren Ursprung in Frankreich, wo man Sie schon Anfang des 18. Jahrhunderts erwähnte. Gemeinsam mit dem Chardonnay trat diese Weinrebe ihren Siegeszug rund um die Globus an.

Die Klassiker Pouilly-Fumé und Sancerre sind die Vorbilder von der Loire (Frankreich), gefolgt von den Sauvignon Blancs aus Neuseeland, wo diese Rebsorte schnell heimisch wurde und uns in ihren Bann gezogen hat. Man findet ihn eigentlich überall auf dieser Welt. So auch in Deutschland, hier wurde der Anbau Ende der 1990ern erlaubt. Der Sauvignon Blanc ist eine natürliche Kreuzung des Traminer mit dem Chenin Blanc.

Was der Sauvignon Blanc auf jeden Fall benötigt ist ein besonders mildes Klima, wie es in der Pfalz aber auch an der Bergstraße vorherrscht. Da diese Rebsorte spät austreibt kann der Frühlingsfrost den Austrieb meist nicht beeinträchtigen. Oft kann man die Reben kaum sehen, da diese Weinstöcke einen Dschungel von saftig grüne Blätter aufweisen, die die kleinen, goldgelben Weintrauben verbergen. Hier ist der Laubschnitt gefragt. Am Hang ist der Sauvignon bestens platziert. Die Ernte und die rasche Verarbeitung macht den Winzer dann noch einmal zu schaffen. Als Gegenleistung erhält man eine echte Kultrebsorte mit individuellen, intensiven Aromen und einer knackigen Frische!

So ist der Sauvignon Blanc ein Wein, den selbst ein Laie schnell identifizieren kann. Das macht ihn bei den Weintrinkern sehr beliebt. Durch die frische Säure kann der Wein in den Sommermonaten seine Stärke als erfrischender „Muntermacher“ ausspielen. Erkennen können Sie diese Rebsorte an seiner besondern Frische, den pikanten Johannis- und Stachelbeeraromen, den „grünenNoten und seinem herben Mineralton.

Wussten Sie eigentlich, dass das typische Aroma durch den Gehalt an Pyrazinen verursacht wird, welches man auch beim Cabernet Sauvignon findet. Pyrazinen sind schwefelhaltige Verbindungen, die Sie an Ginster erinnern. Kaum zu glauben, dass dieses Pyrazinen, welchen in einem minimalen Promillesatz in der Traube vorkommt, so bestimmend für diese Rebsorte ist.

Einer der teuersten edelsüssen Weissweinen ist der Welt, ist der Wein des Château d’Yquem, und sie ahnen es, er wird aus der Rebsorte Sauvignon Blanc gekeltert.

Man kann also sagen, dass aus dem Trend ein echter Klassiker geworden ist!

Anbei ein Link zu den im Sortiment der Cru.de geführten Sauvignon Blanc Weine

Ihr Weinfreund

Michael Landrock

Weinfehler und woran man sie erkennt

Weinfehler und woran man sie erkennt

Woran erkennt man fehlerhafte Weine? Diese Frage bekommt man bei Weinseminaren immer wieder gestellt, denn niemand möchte sich im Restaurant blamieren, wenn er einen Wein reklamiert. Oft lässt Sie eine vermeintliche Unkenntnis vor der Reklamation zurückschrecken. Vielleicht, so denkt man ist genau dieser Geschmack, das Besondere bei genau diesem Wein.

Im Folgenden erkläre ich Ihnen, woran sie die am häufigsten vorkommenden Weinfehler erkennen können.

Kork bzw. TCA-Verseuchung
Die gute Nachricht zu erst, es gibt auch „Korker“ ohne Korken! Wenn sie einen solchen Wein reklamieren möchten, dann sprechen sie besser von einer Trichloranisol (TCA)-Verseuchung.  Korker haben einen muffigen bis scharfen Eigengeschmack, je nach Konzentration.

Man geht heute davon aus, dass der sogenannte Korker ein Stoffwechselprodukt von Mikroorganismen ist. Testen können die Korkhersteller das nicht, da sie sonst den Korken zerstören würden. Die günstige Korkgranulat Korken enthalten ein Bindemittel, was die Haltbarkeit negativ beeinflussen, also nichts für hochwertige Wein ist.

Tribromanisol = TBA 
TBA ist Bestandteil vieler Flammschutzmittel. So kann es vorkommen, dass die EURO-Paletten damit imprägniert sind wie die Pappkartons  der Weinflaschen. Auch die Weinkeller bei gerade erfolgter Renovierung wieder umgearbeitet werden, da der erste Jahrgang aus dem neuen Keller eine hohe Quote an Korkgeschmack aufwies, da verarbeitete Materialien TCA freisetzten.

Einen Trick gibt es um den Korker ein Schnäppchen zu schlagen, nehmen sie einfach eine lose zusammengeknüllte Frischhaltefolie und geben sie diese ins Weinglas. Der Korkgeschmack ist weg, aber ob das Gesund ist sei mal dahingestellt.

Fruit Scalping – Schleichender Kork

So nennt man in den USA die Wirkung des schleichenden Korkers, da der Kork neben der Abgabe von TCA noch die Frucht langsam aber sicher aus dem Wein raubt – eben skalpiert! So kann es sein, das jemand den Wein ganz anders in Erinnerung hat und er nun die Frucht geraubt bekam. Eines ist allen Fehlern gemein, der Wein schmeckt fad.

Schwefel – Böckser
Wenn Ihr Wein beim öffnen nach faulen Eiern stink, dann haben sie einen sogenannten Böckser! Ein Tipp, um zu überprüfen, ob es echter Böckser ist, werfen sie eine Ein-, Zwei-, oder Fünf-Cent-Kupfer-Münze ins Glas, denn Kupfer bindet den Schwefel-Böckser. Sie können den Wein reparieren oder einfach stehen lassen.

Ein leichter Böckser ist in Ordnung(!), da viele hochwertige Weine einen leichten Böckser während der gewollten Spontan-Gärung entwickeln. Diese Spontanvergärung geschieht, indem der Winzer keine Industriehefen zum Vergären benutzt, sondern die Hefen die im Wein und im Weinkeller zu finden sind.

(Diese war früher die völlig normale Vorgehensweise, wobei alleine, die aus dem Weinbergen mitgebrachten und im Gärkellers befindlichen Hefen für die Vergärung zuständig waren, muten heute schon seltsam an.)

Warum eigentlich?

Exkurs
Die sogenannten spontan vergorenen Weine, bieten auch deshalb einen besondere Geschmacksvielfalt, da bis zum Erreichen eines Alkoholgehaltes von ca. 5 % Vol. nicht nur Hefen an der Vergärung beteiligt sind. Das ist auch ein Grund dafür, dass die Komplexität (Bukett- und Geschmacksvielfalt) bei diesen Weinen größer ist. Es gibt zum Glück immer mehr Weinliebhaber, die diese Spontangärung zu schätzen wissen. Kehren wir wieder zum Böckser zurück, der heisst dann auf einmal liebvoll „Sponti-Stinker„.

UHU-Ton im Wein
Wenn der Wein nach Nagellack, einem Aldehyd-Ton, Essigstich, flüchtige Säure oder Lösungsmittel-Ton riecht, dann haben sie es mit Essigbakterien zu tun. Diese Fehler entstehen bei der Gärung oder kurz danach, wenn der Zucker oder Alkohol von Mikroorganismen, in der Regel Essigbakterien zu Essigsäure und deren Nebenprodukten zu Acetaldehyd oder Ethylacetat umgewandelt wird. In der Nase ist das sehr unangenehm. Oft sind diese Stoffe, in sehr kleinen Mengen immer im Wein, aber es kommt eben auf die Konzentration an. Wegwerfen müssen sie den Wein eigentlich nicht, da sie „noch“ trinkbar sind.

Petrol-Ton 
Ein Wein der Petroltöne aufweist, ist nur als junger Wein als fehlerhaft zu bezeichnen, da sich im Reifeprozess von Weissweinen oft dieser Ton entwickelt. So ist z.B. der gereifte Riesling dafür bekannt, dass er eine leichte Petrolnote aufweist. Die einen lieben es, die anderen hassen es.

Untypischer Alterungston (UTA)
Kennen sie den Geruch von Mottenkugeln oder so etwas wie ein feuchter, nasser Lappen? Im Extremfall könnte man auch vom Erbrochenem sprechen.

Vorneweg, die Weine schmecken nicht so, aber im Mund wirken sie einfach nur dumpf und fade! Die Farbe des Weines ist heller. Dieser Fehler tritt bei Weissweinen auf. Er entsteht schon im Weinberg am Rebstock und macht sich leider erst bemerkbar, wenn der Wein auf die Flasche gezogen wurde.

Brett
Eigentlich sprechen wir von einem Hefepilz mit dem Namen: Brettanomyces, dieser Pilz erkennen sie an dem unangenehmen Geruch, welcher an einen nassen Hund erinnert. Hundebesitzer wissen jetzt genau wovon ich spreche! Wenn die Dosis sehr hoch ist beeinflusst der Pilz auch den Weingeschmack. Es gibt den Spruch: Ein bisschen Brett nett ist, wie auch immer die einen lieben ihn und ja sie ahnen es, die anderen hassen diesen Geschmack. Mir gefällt er gar nicht! Brett, also den Hefepilz, können sie auch haben wenn sie z.B. Gemüse kaufen, welches mit diesem Hefepilz in Berührung gekommen ist, wie z.B. Petersilie oder Koriander in Büscheln.

Trübung im Wein
Ein Zeichen was jeder sofort erkennen kann, sind Trübungen oder einen stumpfen Wein im Glas. In der Regel ist das ein Zeichen dafür, dass der Wein über seine „Zeit“ ist. Sehen sie dann noch Schwebteilchen dann ist das gar kein gutes Zeichen. Weine bekommen in Deutschland nur eine amtliche Prüfnummer, wenn sie „blank“ sind!

Unerwünschte Trübungen entstehen also meist nach der Prüfung mit der Zeit in der Flasche! Bei Rotweinen reagieren Metalle Eisen und Kupfer mit Gerbstoffen und fällen aus, was zum Glück selten vorkommt. Bei alten Rotweinen ist dies leider öfters der Fall. Schlimmer ist die Trübung durch Mikroorganismen, denn diese ruinieren den Wein in der Regel, denn durch Ihre ungezügelte Vermehrung in der Flasche, was man leider auch negativ schmecken kann und man sollte den Wein nicht weiter trinken.

Die sogenannte Eiweißtrübung sollte heute nicht mehr vorkommen, denn viele Winzer arbeiten vor der Abfüllung mit Bentonit, dann bleibt der Wein klar. Wie immer, gibt es aber auch besondere Weinmacher, die es cool finden auf eine Schönung zu verzichten. Ziel ist es einen Naturwein zu machen, hier kenne ich das Problem der Trübung. Ein Nachteil von dem Bentonit ist die Tatsache, dass es leider dafür bekannt, dass es das Aroma des Weines schneller reduziert. So haben Sie im ersten Jahr eine Fruchtbombe und in den folgenden Jahr einen Wein der deutlich fahler schmeckt.

Flaschenfehler
Kommen wir zu den Fehlern, die zum Teil von den Winzern nicht mehr zu vertreten sind, dann nämlich, wenn der Wein den Keller verlassen hat und auf seiner Reise zum Kunden ggf. über Kontinente geht: Wein mag es während des Transport oder Lagerung nicht, wenn er zu hohen Temperaturen (60 Grad plus) ausgesetzt wird oder wenn er einfriert. Weinstein ist ein Indiz für unsachgemässe Lagerung, aber kein Grund den Wein zu wandeln.

Die Weinflaschen sind vor und während der Füllung auch eine Unbekannte, da je nach Füllanlage die Flaschen eventuell verunreinigt sind. Mit diesen Problem haben kleinere Winzer öfter zu kämpfen wie grosse Weinbetriebe.  Was man immer meiden sollte, sind lange Lagerungen im direktem Sonnenlicht! Undichte Korken sind ebenfalls ein Weinkiller erste Güte. Achten sie auf die Luftfeuchtigkeit, ist diese zu gering kann es zu dem ungewollten Sauerstoffaustausch kommen.

Ich hoffe Ihnen mit der Auflistung der möglichen Weinfehler eine Hilfestellung gegeben zu haben, um gezielt den Fehler zu erkennen und zu benennen. Seien sie mutig, wenn sie einen Weinfehler erkannt haben, denn der Wirt oder Weinhändler wandelt in der Regel die Flaschen bei Hersteller der Weine.

Ihr Cru Weinfreund

Michael Landrock

Sie haben noch einen Weinfehler, den wir nicht besprochen haben, dann schreiben sie mich doch einfach unter info@cru.de an.