Die Weintrends 2015

Was erwartet Sie im Jahr 2015? Sieht man sich weltweit um, so kann man feststellen, dass es immer mehr Weine gibt, die gut bis sehr gut sind. Das zeigen auch die vielen positiven Bewertungen der “Weinpäpste” rund um den Globus. Für mich als Weinliebhaber, ist es dann die Hauptaufgabe, die Weine herauszufinden, die etwas ganz Besonderes sind.

Besonders einmal von der Rebsorte, vom Cuvée aus dem die Reben assembliert wurden oder vom Boden der den Reben nach ein Anlaufzeit von mind. 10 Jahren etwas ganz besonders geben kann, wenn der Winzer gut gearbeitet hat.

Sie lieben unsere Cru Kunden junge und frische Weissweine, die vorzugsweise aus Deutschland kommen. Aus diesem Grund möchte ich ihnen eine eigene Rebsorten Weinserie unter dem CRU Logo präsentieren. Diese Serie wird folgende Weissweine umfassen; einen Riesling, einen weisser Burgunder und einen Sauvignon Blanc. Weiter wird es einen süffigen Rosé und zwei Rotweine geben. Der Klassiker wird ein Spätburgunder sein. Das Cuvée ein schwerer Rotwein sein.

Die Weine werden preislich attraktiv platziert, so haben Sie die Gewissheit viel Wein für ihr Geld zu bekommen.

Die Wiederentdeckung der großen Fässer:

Ich finde es sehr schön, dass viele Winzer ihre “alten” Holzfässer wieder neu entdecken und so eine weitere Komponente in den Weingeschmack zurückbringen. Für diejenigen von ihnen, die nur die alte Ausbauart kannten kann ich Entwarnung geben, die Weine haben eine ganz andere Geschmacksvielfalt, wie die Weine aus den 80er des letzten Jahrtausends. Ob da mal mit Chips nachgeholfen wurde sei dahingestellt aber erlaubt, da lassen sich die Winzer nicht so gerne in die Karten schauen.

Ein weiterer Trend sind die sogenannten terroir betonte Weine, die man am Geschmack erkennen kann. Hier haben die Weingüter die Aufgabe einen typischen Geschmack aus dem Boden zu extrahieren. Dies können in Deutschland sogenannte Grosse Gewächse aber auch besondere Einzellagen, weltwein sein, die dem Wein einen eigenständigen Charakter geben. Stellen Sie sich nur die Prägung der Weine der Mosel ohne den Schiefer vor.

Auf unser Cru Shopseite, werden wir eine eigene Rubrik mit Trend schaffen, ebenfalls werden Sie sich auf der Cru eintragen können, um in unserem neuen Weinclub monatlich einen Wein zu erhalten, den wir als besonders interessant bezeichen. Lust dann melde Sie dich doch einfach bei uns an.

Grosse Weine aus Italien, erhalten zur Zeit Konkurrenz aus dem eigenen Land, da es “Jungunternehmer” gibt, die wie die Ferragamos, die sich mit Il Borro einen 700 ha grossen Lebenstraum erfüllt haben. Sie gehen sehr professionell an das Thema Wein heran und haben das Zeug, den etablierten Weinherstellern zu zeigen, wie man Qualität zu fairen Preisen bewerkstelligen kann. Das ist spannend und ich werde weiter berichten.

Frankreich darf in einem Weinjahr 2015 sicher nicht fehlen, hier hat man in Bordeaux mit einem Nachfragerückgang zu kämpfen, was es uns Händlern wieder möglich machen dürfte franz. Bordeaux Chateauxs zu fairen Preis anbieten zu können. Im übrigen versucht Bordeaux gezielt mit Weissweinen auf den Markt zu promoten, was mit wenigen Ausnahmen nicht gelingen wird, da wir in Deutschland einfach die “besseren” Weissweine für Deutsche Weingenießer keltern. Ins Auge fallen mir aktuell die dem Mittelmeer zugewandten Weinbauregionen, die tiefe und stoffige Rotweine herstellen, die fair im Preis, aber auch brilliant auf der Zunge angekommen.

Spanien zeigt sich mit dem Anbaugebiet Duero und der Region rund um Valencia wie man beeindruckende Rotweine an und ausbaut, die im Schnitt 20 – 30 % unter den Preise von Frankreich und Italien angesiedelt sind.


In eigener Sache  ist es 2015 unser Ziel, den Erwerb eines Weingutes mit einem Investorenkonsortium umzusetzen. Wenn Sie davon hören, dass ein Weingut zum Verkauf steht, dann freuen wir uns von hnen zu hören. Kommt es zu einem Abschluss, so werden Sie sicher ein besonders wertvolles Weingeschenk erhalten.

Ich wünsche Ihnen ein interessantes Weinjahr 2015!

Ihr Michael Landrock

Die Wein-Geschichte geht weiter!

Das Interesse an Weinen nimmt in Deutschland rasant zu. Ich merke das bei Weinseminaren oder Weinproben. Die Weinliebhaber wollen einfach viel mehr wissen.

Gerade junge Menschen im Alter ab Ende 20 haben Wein, als ein echtes Hobby für sich entdeckt. Inspiriert durch das Elternhaus, Freunde, Urlaube oder durch Fachmagazine sind Sie im wahrsten Sinne auf den Geschmack gekommen.

Wenn man eine klassische Weinprobe macht, geht es in der Regel darum seinen Gegenüber etwas zu verkaufen. Weine werden nicht nach Besonderheiten sondern nach Geschmacksvorlieben präsentiert.

Vor der Weinerzählung

Weinseminare

Meine Seminare sind anders, da ich oft erdgeschichtlich starte, kann ich dem Weinliebhabern erklären, welche Ausprägungen er im Wein erwarten kann, welche Reben er nur in diesem Anbaugebiet finden wird.

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Werden Sie unser Vertriebspartner

Gute Ideen setzen sich immer am Markt durch

Die Grundvoraussetzung für eine eigene erfolgreiche Existenz ist das Wissen, um das was man tut. Wenn Ihr Beruf Ihr Hobby ist, dann müssen Sie keinen Tag in Ihrem Leben arbeiten!

Genau solche Menschen mit Wein im Blut suchen wir, für eine lange Partnerschaft. Wenn Sie sich in den Weinbauregionen der Welt auskennen, wenn Sie die Rebsorten und deren Geschmacksvielfalt nicht nur vom Lesen in Fachzeitschriften, sondern auch real unterscheiden können, dann könnten Sie unsere Frau oder unser Mann werden.

Das Cru Wein-Outlet Konzept ist neu, ist anders, ist flexibel und schafft es die Bedürfnisse der Weintrinker und die aktuellen Trends sehr zeitnah zu adaptieren. Wir suchen im Umkreis 80 km von Mannheim/Viernheim maximal 8 Cru Wein-Outlets die direkt von unserem Zentrallager in der Metropolregion beliefert werden.

Durch die regionale Aufstellung der Cru Wein-Outlets können wir zielgerichtet und zeitnah auf aktuelle Trends reagieren, was Ihnen die Möglichkeit gibt Zusatzumsätze zu realsieren, die bei national agierenden Franchise Systemen einfach auf der Strecke bleiben.

Cru.de Weine für Freunde und der Flagshipstore Cru Wein-Outlet hat in den vergangenen 15 Monaten mit dem Start des 1. Cru Wein-Outlet Sortimente aber auch das go to market ebenso wie die Cru Kundenansprache so optimiert, dass wir jetzt bereit sind für den nächsten Schritt.

Als sogenannter Pure Player haben wir 1997 das Thema Wein und Internet aufgegriffen, aus diesem Grund auch die einprägsame Domain Cru.de! So wurde aus dem Versandhandel eine Multichannelunternehmen, welches Ihnen die Chance gibt am stationären, aber auch am Onlinehandel Ihrer zukünftigen Kunden zu partizipieren.

Die aktuelle Situation auf dem deutschen Weinmarkt

Wein ist aktuell ein expandierender Markt nicht nur für Weintrinker, sondern auch für viele Neueinsteiger, die die wunderbare Welt des Weines entdecken – was sich nicht nur im steigenden pro Kopfverbrauch der Deutschen belegen lässt. So hat der Pro-Kopf-Verbrauch an Wein und Sekt in Deutschland in den zurückliegenden knapp 50 Jahren kräftig zugenommen: Von 12 Litern im Jahr 1963 auf 24 Liter im Jahr 2011! Ein Ende ist nicht abzusehen. Ebenso haben sich die Ansprüche an den Wein gewandelt durfte es früher nur ein einfach Tafelwein sein, so liegen heute im Outlet Weine ab 8 bis 20 EUR im Trend.

Ein Indiz für eine weitere Expansion sind die Handelsketten, die in diesem Markt fuss fassen möchten, was naturgemäss an dem scheitern wird, was Sie mitbringen – die Liebe zum Wein aber auch das Fachwissen für alle die gerne soviel über Wein erfahren möchten, wie Sie heute schon wissen. Das können nur Menschen anderen Menschen vermitteln und keine Preis oder Weinbeschreibungsschilder.

Die Franchise-Partnerschaft

Sie als Franchise-Partner, die diese innovative und interessante Geschäftsidee in die Realität umsetzen, werden tatkräftig von uns unterstützt. Wir als Franchise-Geber beraten Sie in kaufmännischen, aber auch in fachlichen Fragen.

Bestimmte Wein kann man beispielsweise nicht einfach kaufen, hier sind die Partner in das Netz der cru.de integriert, die die Beschaffung, die Preisverhandlungen, aber auch Lagerhaltung vornimmt. Das Weinbusiness ist ein Peoplebusiness so haben wir viele Geschäftsbeziehungen zu exklusiven Lieferanten und Produzenten.

Ein weiterer Vorteil für Sie ist unsere Qualitätssicherung z.B. beim Einkauf, Markenschutz, ein funktionierendes Netzwerk und eine etablierte Marketingstrategie.

Wenn Sie der sind, der sich seinen Traum verwirklichen möchte und ein Cru Wein-Outlet betreiben möchte, über einen Kapitalstock von 50.000 EUR und eine Bürgschaft über den gleichen Betrag darstellen kann, kann, denn sollten wir uns unterhalten. Wenn Sie einen geeigneten Standort schon kennen dann um so besser.

Bitte wenden Sie sich persönlich an mich: Michael Landrock unter der folgenden E-Mail Adresse: Franchisekonzept für Ihre Zukunft. Selbstverständlich sichern wir Ihnen 100% Diskretion zu.

Wir freuen uns von ihnen zu hören.

Stand 20.12.2014

Macht es Sinn Weissweine im Barrique auszubauen?

Im Internet und bei uns im Cru-Wein-Outlet sehe ich den Trend, dass man Weissweine schätzt die frisch und fruchtig sind, am besten immer der aktuelle Jahrgang. Leider werden diese Weine immer “uniformer”, da die Reinzuchthefen in Verbindung mit der all gegenwärtingen Kaltvergärung heute fast schon Standard sind.

Was mich persönlich sehr freut, ist die Tatsache dass es zur Zeit immer mehr Weingüter gibt, die gegen diesen Trend Weine, insbesondere Weissweine im Holz ausbauen, keine oder nur sehr wenig Reinzuchthefen einsetzen und so dazu beitragen, dass die Weine einen eigenen Charakter behalten. Diese traditionelle Vergärung im Holzfass, muss bei einem Weisswein nicht unbedingt ein Barrique-Fass mit 250 Liter sein.

Barrique-Keller-cru-deGeschichtlich wurden Weissweine nur im Bur­gund, in Bor­deaux oder der Champagne in Barriques ausgebaut. Der Char­don­nay ist der Wein der weltweit am liebsten in Holz bzw. ins Bar­ri­ques gelegt wird.

Was sind die Unterschiede

Der Verlauf der Gärung kann in einem Stahlfass sehr genau erfolgen, da man heute mittels Kühlschlangen die Gärtemperatur genau einstellen kann. Die Ver­gä­rung im Holz­faß ist hier sehr aufwändig, da die Temperatur auf 23° C bis 25° C ansteigen kann.

Das ist für die chemische Zusammensetzung des Weines interessant, denn so ist es möglich, dass im Gärprozess weitere oder andere Ester­kom­plexe entstehen, die für den Wein geschmack­lich eine Bereicherung darstellen.

Wein die im Holzreifen sind eher weinig vom Typ als Fruchtbomben. So können sich Teearomen entwicklen, die man als Schwarzteearomen auch in Portugals Weinen finden kann. Tabakaromen die man bei gereiften Rotweinen finden kann, aber auch vegetabile Aromen vom Paprika oder Heu die ich als Bereicherung im Wein ansehe. Das Fass kann auch noch eine feien Karamellnote oder Butternote in den Wein abgeben. Milch- und Laktataromen sind weitere Ausprägungen.

Nach der alko­ho­li­schen Gärung erfolgt die sogenannte Malo.

Die malolak­ti­sche Gärung ist die Phase, in der die ent­hal­tene Apfel­säure im Wein abge­baut wird. Besonders Frankreich setzt bewusst bei Weissweinen auf dieses Instrument. Das Resultat des bio­lo­gi­schen Säu­re­ab­bau sind vol­lere und kör­per­rei­che Weine. Früher wurde diese Gärung erst im nächsten Jahr begonnen, wenn die Temperaturen Richtung Frühling gingen, dann fing es im Weinkeller an zu gären, heute ist ist es gerade bei Holzfässern einfach diese durch Verlagerung an einen anderen beheizten Ort zur Malo zu bringen.

Warum werden Weine im Barrique ausgebaut?

Wenn der Wein die beiden Gärungen durchgemacht hat, kann man den Weisswein, aber auch den Rotwein im Holzfass von 250, 350, 500, 600,1500 … Litern ausbauen.

Das Holz ist porös und lässt so einen gerin­gen, aber ste­ti­gen Sau­er­stoff­aus­tausch zu. Dadurch wird der Wein oxy­da­tiert, d.h. er reift schnel­ler als im sau­er­stoff­ar­men Stahltank und ent­wi­ckelt eine grö­ssere und breitere Aro­men­fülle.

Setzt der Winzer dann noch auf das Sur Lie Verfahren, also der Hefe­satz­la­ge­rung erhält noch eine weitere zusätz­li­che Geschmacks­nu­an­ce. Um diesem Verfahren noch die Krone aufzusetzen, kann das Weingut noch auf die Bâton­nage setzen, dabei werde die Hefe regel­mä­ßig auf­ge­rührt.

Miß­brauch des Holzfasses

Leider gibt es immer wieder Weingüter die es übertreiben, denn manche Weine eignen sich schlicht nicht um Sie im Barrique auszubauen. Ich sehe den Einsatz da bei Weissweinen die eine Substanz aufweisen, wie ein Mon­tra­chet, ein Haut Brion Blanc oder ein Pouilly Fumé, denn diese errei­chen eine kom­ple­xere Reife. Dass Fass ver­leiht diesen Weinen sogar einen zar­ten Vanille­ton und die Hefe­satz­la­ge­rung mehr Fri­sche!

Sie erkennen einen Weisswein der nicht ins Holz gehört har daran, dass er einen mehr oder weniger harten Holz­ge­schmack  ausweist.

Will man diesen Weinen etwas Gutes tun, dann sollte man sich an die großen Holzfässer der Vergangenheit erinnern, die es in einigen Gegend noch gibt, wie im Elsaß oder Südtirol. Diese Fässer geben dem Wein ein wenig Fasscharme mit, wenn sich nicht zu alt oder gar schon voller Weinstein sind, was dann wie ein Stahltank wirkt.

Wenn Sie das lesen wird Ihnen sicher bewusst, dass gerade der findige Winzer seine besten Fässer kennt, da nur er weiss, wie oft Sie genutzt und wie Sie gereigt wurden. Das erklärt auch das Phänomen, dass ein Jahrgang eines Weines so unterschiedlich schmecken kann.

Weinproben im Cru-Wein-Outlet

Das Interesse am Thema Wein wird immer größer, das belegen viele Statistiken, die besagen, dass neben den bestehenden Weintrinker, die mehr über das Thema Wein erfahren möchte, gerade die Neueinsteiger schnell auf den Kenntnisstand der “erfahrenen” Weinkenner gebracht werden möchten.

So haben wir eine Reihe gestartet, die sich gezielt an Einsteiger richtet, die heute sagen können der Wein schmeckt oder schmeckt nicht.
Ziel ist es den Geschmack zu entwicklen, anhand von Beispielen, wir nutzen dazu das Set mit 50 Weinproben Le Nez du Vin aus Frankreich.

Termine:
Dienstag, den 25. November 2014 von 18:30 – 20:00 Uhr  – Einstieg
Dienstag, den 02. Dezember 2014 von 18:30 – 20:00 Uhr  – Einstieg
Dienstag, den 09. Dezember 2014 von 18:30 – 20:00 Uhr –  2. Teil Fortschritt

Kostenbeitrag pro Seminar beträgt 15 EUR.

Bitte senden Sie uns Ihre Anmeldung: info@cru.de

Champagner News aus Flörsheim

Wussten Sie dass das östlichste “Champager-Gut” in Deutschland liegt? Genauer gesagt in Flörsheim Dalsheim, welches nur wenige Autominuten von Worms entfernt ist.

Hier hat Volker Raumland in den letzten 25 Jahren Grosses geleistet, die Presse ist voll von Lob und wenn man den Sekt einmal probiert hat, dann versteht man auch warum.

Aktuell steht sein 2007 Pinot Blanc de Noir Prestige Brut im Rampenlicht, ein Sekt der Anfang 2008 bis Ende 2013 auf der Flasche reifte und Sie mit einer Frische, Eleganz und Komplexität erwartet, der viele Champagner blass aussehen lässt.

In der Nase sind die für einen guten Sekt oder Champagner typischen Hefe- und Briochenoten zu finden. Das feine Mousse gefällt durch schön eingebundene Kohlensäure. Am Gaumen haben Sie ein langes, leicht herbes-trockenes Finale. Ein großer “Sekt” mit der ausschliesslich aus der Pinot Noir Rebe gekeltert wurde.

Den sollte man wirklich probiert haben, nicht nur um mitreden zu können, sonder weil er etwas ganz besonderes ist. Mehr Informationen zum Sektgut Raumland in Flörsheim Dalsheim finden Sie hier …

Geburtsjahrgänge der Kinder lange lagern

Es kommt immer wieder vor, dass Väter für ihre Kinder über einen langen Zeitraum Weine einlagern möchten. Diese Weine sollen 20, 30 oder gar 40 Jahren lagern und dann zu einem gegebenen Anlass getrunken werden.

Im Prinzip ist das möglich, aber Weine die ein solches Lagerungspotential haben sind in nicht günstig, also einen 10 EUR Wein würde ich nicht in 20 Jahren öffnen wollen, da er sicher nicht mehr trinkfähig sein dürfte. Welche Weinen haben das gewünschte Reifepotential?

Ich schaue hier in erster Linie auf das Weinbaugebiet des Bordeaux, denn hier hat man Weine die durch die Tanninstruktur genau für solche Anlässe prädestiniert sind. Eine Alternative könnte noch das Piemont  und hier die langlebigen Weine von Serralunga sein, die noch im hohen Alter einen echten fruchtigen Trinkgenuss versprechen. Spanien hat sicher auch Gewächse die diese Zeitspanne überdauern können.

Bordeaux ist leider ein teures Pflaster, aus diesem Grund würde ich hier auf die sogenannten Zweitchateuauxs der ausweichen, denn diese sind in der Regel noch bezahlbar, so wäre das Chateau Clerc-Milon von Lafite Rothschild eine interessante Alternative. Da diese Weine wohl in einer geselligen Runde getrunken werden sollen, würde ich zu einer Magnum oder Doppelmagnum raten, denn hier haben Sie den Vorteil, dass die Reifung in den Grossflaschen langsamer von statten geht, wie in der normalen 0,75 Liter Flaschen.

Im Barolo Bereich würde ich die Weine von Paolo Manzone aus Serralunga bevorzugen einem kleinen aber ambitionierten Winzer, der in den letzten Jahren mit seinen Weinen glänzt. Die Einzellage Meriame ist hier das Highlight, da es in Barriques und 350 Liter Fässern ausgebaut wird.

Spanien da sehe ich das Castillo Ygay ganz vorne, denn hier hat man ab dern Grand Reserva sicher auch ein Potential bei richtiger Lagerung von 20 Jahren.

In einem früheren Artikel habe ich die Voraussetzungen für eine Weinlagerung beschrieben, bitte lesen Sie diesen Artikel bevor Sie viel Geld für Wein ausgeben, dann selbst der Beste und lagerfähigste Wein ist bei unsachgemässer Lagerung in wenigen Jahren nur noch Essig.

Chablis ist ein Chardonnay

Chablis kommen, das weiss man, aus dem Burgund und war vor Prosecco und Co., das Trendgetränk, wenn es um Weine ging. Ein Chablis wird aus der Rebsorte Chardonnay gekeltert, das steht zwar nicht auf dem Etikett aber im Weinbaugesetz.

Wenn man bei einem Chablis eine Fruchtexplosion erwartet, der wird enttäuscht sein, denn die Weine aus dem Norden der Bourgogne betonen das Terroir (Boden). Die meisten Chablis werden heute im Stahltank vinifiziert, was die Chablis-Winzer als unverzichtbar ansehen, da damit bei “alten Reben” die Mineralität besonders betont wird. Wenn Sie gute Chablis degustieren, dann werden die unwiderruflich an die trockenen Rieslinge aus Deutschland erinnert. Die Chablis haben eine würzig-steinige Note, die auch als Feuerstein-Ton (Silex) bekannt ist.

War, man früher der Meinung, dass man einen Chablis im Holz ausbaut, damit er den typischen Holzton bekommt, ist man heute schon einen Schritt weiter, aber das wird unter Weinfreunden natürlich gern diskutiert.

Ich, als Purist, meide die holzgereiften Chablis der Region, Traditionalisten lieben diese Art der Vinifikation. Das ist Weingeschmack und der ist bekanntlich immer individuell.

Zum Wohl

Ihr Wenfreund Michael Landrock

Im Handumdrehen schnell gekühlte Champagner, Sekte und Weine.

Wer kennt das nicht, die Party ist im vollem Gange und auf einmal ist nur noch warmer Prosecco oder Weisswein da. Gut, wer hier einen kleinen Trick kennt, denn damit schaffen Sie in wenigen Minuten gekühlte Weine zu erzeugen. Denn wie Goethe einmal sagte, ist das Leben zu kurz um schlechte Weine zu trinken! So möchte ich diesen Spruch noch um den Zusatz – falsch temperierte Weine – ergänzen.

Was Sie dazu benötigen ist Crushed Eis, das man noch spät in Supermärkten und an der Tankstelle kaufen kann. Wenn Sie dann noch normales Kochsalz haben, kann das Physikexperiment starten.

Crushed Eis in eine Schale geben, dazu Salz mischen und in wenigen Minuten Temperaturen von bis zu – 21 Grad Celsius erzeugen. Formel: 1 KG Eis – 230 Gramm Salz (weniger Salz bewirkt weniger Temperatur).

Also wenn Sie MacGyver, noch vom TV kennen, dann haben Sie jetzt Ihren großen Auftritt.

Mehr Informationen?   Wenn Sie Nudelwasser aufstellen werden Sie feststellen, dass sich das Kochsalz im Wasser löst. Beim Eis wird für das Aufbrechen der Kristallstruktur des Kochsalzes (Natriumchlorid = NaCl) Energie benötigt. Diese Energie wird der Umgebung entzogen, so dass die Temperatur sinkt.

Jedes Crushed Ice Stück ist mit einer dünnen Schicht flüssigen Wasser überzogen. Das ist der Angriffspunkt für das Salz, so wird das NaCl im Wasserfilm aufgelöst. Wenn Sie jetzt noch das Eis und das Kochsalz gut mischen verstärkt die Reaktion.

Die Reaktion funktioniert natürlich nicht ewig, denn irgendwann ist das Eis vollständig in Salzwasser übergegangen. Sie können mit diesem Trick ca. 20 Minuten lang eine super Kühlung erzielen. Und das sollte ja reichen, um selbst im Kofferraum warm gewordenen Bierflaschen auf eine angenehme Trinktemperatur herunter zu kühlen.

Was uns der Boden über den Wein verrät

Oft hören Sie, dass der Wein auf diesem und jenem Boden angebaut wurde, aber was heisst das denn für den Wein? Kann der Weinkenner daraus etwas erkennen oder gar erwarten? Im folgenden möchte ich Ihnen den einen oder anderen Boden etwas näher bringen:

Kalkboden
Generell leitet sich Kalk von Kalzium ab. Entstanden ist der „Kalk”  in den Ur-Meeren. Genau genommen sind das die Überreste von Austern, Korallen oder Muscheln. Wenn der Kalk weich ist spricht man von Kreide, andernfalls von Marmor. Oft findet man diesen Kalk in den Hanglagen. Kalzium und Magnesium sind feste chemische Bestandteile von Kalk und eignen sich sehr gut, um Weine mit einer guten Säure hervorzubringen.

Weisse Burgunder lieben den kalkhaltigen Boden besonders.

Mergel
Wenn Sie erfahren, dass der Boden des Weinberges aus Mergel besteht, können Sie wiederum ableiten, dass dies eine Verbindung aus Kalk, Ton und Sand ist. Dieser Bodentyp ist ein schwerer Boden, der jedoch fruchtbar ist. Der Boden hat einen hohen pH-Wert.

Exkurs zum pH-Wert bei Weinen: Der Winzer versucht seine Weine mit einem niedrigen pH-Wert zu vinifizieren, denn dann ist der Wein umso stabiler und gesünder. Ein hoher pH-Wert heisst, dass der Säureanteil niedriger ist. Je niedriger der Säureanteil, umso mehr muss der Winzer auf bestimmte Einflüsse im Keller achten, wie z.B. die Mikrobiologie und die Stabilität des Weines. Als Richtgröße können Sie, je nach Anbaugebiet, Rebsorte und Traubenreife, von einem pH-Wert zwischen 2,8 bis 4,0 ausgehen.

Weine aus dem Bodentyp “Mergel” erbringen ebenfalls Weintypen mit einer guten Säure hervor.

Löss
Löss ist eine besondere Gesteinsformation. Diese wurde in der Eiszeit durch den hohen Druck des Eises erzeugt. Dabei wurde das darunter liegende Gestein pulverisiert. Diese Partikel sind weniger als 0,05 Millimeter gross und wurden durch die Winde oft in Lee Bereiche (windgeschützte Bereiche) der Weinberge verteilt. Lösspartikel können so aus Quarz-, Kalk- oder Lehm bestehen. Wenn man Wasser auf Kalk giesst, entsteht Lehm. Die Weine, die auf diesem Bodentyp entstehen, sind in der Regel säurearm aber reich an Nährstoffen, die sich im Wein als vollmundig wiederfinden.

Mergel-Ton-Sand Boden
Ton ist eine „plättchenförmige“ Masse, die durch eine elektrostatische Aufladung ihre Klebefähigkeit erhält. Er entsteht durch Verwitterungen von Feldspat des Granits und ist darüber hinaus gekennzeichnet durch Quarz und Glimmer.

Spricht man von fetten Böden, so ist mehr Ton als Sand (30%) im Boden. Von mageren Böden spricht man, wenn der Sandanteil höher ist als der Tonanteil. Hält sich Ton und Sand die Waage, so spricht man von Lehm. Die Ton-Böden haben die grosse Fähigkeit, Wasser zu speichern und weisen recht häufig einen hohen Gehalt an Kalium auf. Die Weine aus diesen Lagen sind vollmundig und kräftig.

Silex oder Feuerstein
Das sind graue bis schwarzfarbige Gesteinsbrocken einer feinkristallinen Quarzart, dem sogenannten Chalzedon. Betrachtet man diese scharfkantigen Gesteine genauer, dann sieht man eine weisse und poröse Oberfläche.

Diese kieselsäurehaltigen Bestandteile stammen von den Überresten frühzeitlicher Meeresbewohner. Die Kieselsäure macht den typischen Feuerstein Geschmack im Wein aus. Man findet diese Formationen z.B. in Frankreich an der Loire, die einmal eine Küstenline des Ur-Meeres war.